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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 10.12.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 10.12.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Vor diesem Hintergrund ist der Wechsel der Asset-Klassen mittlerweile in Gang gekommen

Ab September dominieren in Deutschland die Aktienfonds gegenüber den Rentenfonds, was bis zum Jahresende gültig bleiben dürfte. Haben die Deutschen die Aktien nachhaltig entdeckt und was entwickelt sich daraus für Ihre strategischen Überlegungen? In Aktienfonds flossen von Oktober bis Ende November ca. 7,2 Mrd € und eine Hochrechnung ergibt 10 bis 10,5 Mrd € bis Jahresende.

Der Löwenanteil entfällt auf die deutschen Aktien. Das wären rund 1,2 bis 1,3 % der gesamten Marktkapitalisierung. Allein im Oktober waren es mehr als bisher in neun Monaten zusammengenommen. Die wichtigsten Daten dazu entnehmen Sie der nebenstehenden Tabelle. Bis Silvester werden einige Fonds-Manager noch schnell in Aktien investieren, um ihren Erfolg zu begründen. So entsteht und herrscht dann kurzfristig das Prinzip der Lemminge. Wir haben uns frühzeitig aufgestellt und investieren deshalb kaum noch und wenn, dann nur in Ausnahmen. Bis zum Jahresende hat die Sicherung der Gewinne Vorrang. Die ersten Traum-Marken von 7.000 im DAX und 10.000 im MDAX wurden erreicht. Unser Ziel für die laufende Rally lag bei + 23,5 % als Mittelwert. Es wurden bisher 19,1 %. Rechnerisch fehlen noch 5 % für das Restpotenzial. Die Spanne zwischen Minimum und Maximum hatten wir mit + 15 % und + 35 % angegeben. Einige Einzelwerte weisen bereits technische“Fahnenstangen“ aus, was eine klare Übertreibung darstellt. Diese muss sich erst abbauen. Zeitachse: Januar/Februar. Wie sich das statistisch darstellt, zeigt der durchschnittliche Jahresverlauf des DAX über die letzten 36 Jahre. Jedes Jahr ist hier gleich gewichtet und unverkennbar, ja verblüffend ist die aktuelle Parallele zu 2010: Frühjahrsrally, Sommerkonsolidierung, Herbstrally. Klar zu erkennen: Januar/Februar sind (statistisch) fast immer „Warmlaufmonate“ bzw. Wochen der Gewinnsicherung und neuen Definition der Favoriten. Stellen Sie sich frühzeitig auf einen solchen Verlauf ein! Die Hauptnachfrage konzentrierte sich auf Autos, Chemie und die großen Industrien, wie LINDE, MAN, THYSSEN etc. Ihr durchschnittlicher Gewinn liegt deutlich über den Indexergebnissen. Einige Kursziele wurden inzwischen deutlich überschritten. Wie sichern? In der Favoritenliste sind 90 % aller Stopp-Kurse angegeben. Nur wenige Spezialitäten halten wir offen. Unterscheiden Sie zwischen zwei Stopparten: Ein sehr enger Stopp, den Sie täglich an steigende Kurse anpassen, dient der möglichst optimalen Gewinnsicherung. Sie gehen dann das Risiko ein, schnell herauszufliegen, sind aber ebenso schnell in der Lage, Rückkäufe vorzunehmen. Die andere Variante sind die Stopps in der Dispoliste, die den mittelfristigen Trend markieren. Weil wir sie wöchentlich anpassen, ist die Differenz zu den jeweiligen Topkursen größer. Wer diese Stopps benutzt, sichert sich nur gegen eine größere Marktkorrektur ab. Im Schnitt: Für die erste Kategorie wählen Sie einen Prozentsatz von rund 3 %. Für die zweite Variante 5 bis 6 %. Stellen Sie sich die Frage selbst: Sind 100 % Kursgewinn von BMW und VW in 10 Monaten einfach fortzuschreiben? Natürlich nicht, denn Autos sind keine unendlichen Wachstumsstories, sondern zyklische Investments. Der Börsenwert von BMW legte in dieser Zeit um knapp 20 Mrd € zu. Der von VW um ca. 60 Mrd € (Stämme und Vorzüge). DAIMLER wurde um rund 26 Mrd teurer und ist damit gegenüber BMW und VW sogar noch der billigste Autokonzern. Die Investitionen der Autoindustrie, die wir im Frühsommer ausdrücklich beschrieben hatten, haben sich mithin ausgezahlt. Die langfristige Perspektive wird später zu beurteilen sein, aber die technische Marktlage rechtfertigt Kurskorrekturen, die nach diesen Gewinnen sehr schnell 20 % erreichen können. Deshalb ist schon jetzt klar: Mit den Stopps sichern Sie sich die Gewinne und schaffen die Liquidität für den neuen Einstieg, der noch zu diskutieren sein wird. Für die Chemie gilt dies ebenfalls.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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