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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 23.12.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 23.12.2009:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Vielleicht ein super Jahr für Infineon

National Semiconductors und Texas Instruments waren eigentlich immer dicker im Geschäft als die ehemalige Siemens-Tochter Infineon. Dies spiegelt sich auch seit 2000 im Aktienkurs.

Seit dem Tief im März 2009 bei 0,39 Euro startete die Aktie allerdings durch und erreichte im September dieses Jahres mit 4,02 Euro ein Zwischenhoch. Das Unternehmen konnte sich erfolgreich refinanzieren, zusätzlich wurden massiv Kosteneinsparungen vorgenommen, sodass das Unternehmen mittlerweile auf einem Berg von Bargeld sitzt.

Bei 3 Mrd. Umsatz ist der geschätzte Barmittelbestand in Höhe von 657 Mio. Euro eine ansehnliche Summe. Für 2010 wird ein Umsatzanstieg seitens Infineons von mindestens 10% erwartet. Vor allem der Bereich Automotive werde für diesen Zuwachs sorgen, da Infineon hierfür viele Speicherchips liefert.

Dieser Prognose kann ich nur beipflichten. Nach meiner Einschätzung wird der Absatz an Fahrzeugen nach dem Wegfall der Abwrackprämie nicht zurückgehen. Es gab lediglich aufgrund der Rezession eine Verschiebung der Neukäufe. Folglich wird die Entwicklung im Automobilsektor relativ konstant weiter nach oben laufen. Ich fürchte also, im Gegensatz zu vielen Analysten, keinen Einbruch.


Infineon spricht bereits von einem anziehenden Halbleitergeschäft bei Chips für Kleinstgeräte wie Handys und bei anderen Spezialanwendungen, spielt allerdings die Gewinnerwartungen herunter, da es durch den schwachen US Dollar zu geringeren Gewinnen kommen könnte. Ich erwarte aber, dass der US Dollar im Laufe des kommenden Jahres sein Tief erreichen und gegenüber dem Euro wird aufholen können. Dieser positive Währungseffekt ist in der Prognose von Infineon noch nicht enthalten.

Die Aktien der Zulieferer und Maschinenbauer der Chipindustrie notieren zumeist schon auf oder nahe an 52-Wochen-Hochs – ein Zeichen, dass der Chipsektor nicht nur mal eben die Lager auffüllt, sondern dass wir uns am Anfang eines neuen Wachstumszyklus befinden, der sich über mehrere Quartale hinziehen dürfte. Davon wird auch Infineon profitieren.

So ist Infineon aus konjunktureller Sicht derzeit also ein Kauf. Zusätzlich entwickelt sich darüber hinaus ein neuer Markt für spezielle Speicherchips, der im Hause Infineon meiner Einschätzung nach für ein überproportionales Umsatzwachstum sorgen dürfte. Bei der hohen Kostenquote des Unternehmens, das im Jahr 2010 nur knapp die Gewinnschwelle erreichen will, dürfte ein solcher Umsatzschub für ein überproportionales Gewinnwachstum sorgen.

Also: Zeit, ein paar Infineon-Aktien einzusammeln.



Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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