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Veröffentlicht von Redaktion "Investmentfonds-Newsletter" am 16.07.2009

UniSector: GenTech - Gentechnik ohne Berührungsängste

UniSector: GenTech - Gentechnik ohne Berührungsängste

In Deutschland ist Gentechnologie ein emotional geladenes Thema. Vorurteile und Ängste versperren zuweilen die Sicht auf die enormen Möglichkeiten, die die Gentechnologie der Medizin in Zukunft bringt. Zahlreiche spezialisierte Unternehmen und auch viele Großkonzerne aus dem Pharmasektor forschen in diesem Bereich. In solche Werte investiert der UniSector: GenTech der Investmentgesellschaft Union Investment. Der Fonds hat sich auch in den vergangenen Turbulenzen bewährt und stellt ein interessantes Investment in eine Zukunftsbranche dar.

Die Bedeutung der Genforschung und Gentechnologie ist deshalb so groß, weil zahlreiche Krankheiten durch Gen-Defekte bedingt sind. Viele Krankheitsbilder sind zurzeit nur eingeschränkt oder überhaupt noch nicht heilbar. Die Hoffnun¬gen, dafür Therapiemöglichkei¬ten zu finden, ruhen vor allem auf der Gen- und der Biotechnologie. Die Branche weist nach Schätzungen von Experten für die kommenden Jahre ein Wachs¬tumspotenzial von 15% bis 20% pro Jahr auf. Danach sollen auch in einigen Jahren gut 60% aller neu zugelassenen Medikamente durch Anwen¬dung gentechnologischer Verfahren hergestellt werden.

Der UniSector: GenTech investiert weltweit in Aktien, Zertifikate und aktienähnliche Wertpapiere von Unternehmen aus den Bereichen Gentechnologie und -forschung sowie der gentechnisch basierten Produkte. Rund zwei Drittel des Fondsvermögens werden international angelegt. Zum 30.06. machten deutsche Unternehmen rund 31% des Fondsvolumens aus. Den größten Teil nahmen US-amerikanische Unternehmen mit mehr als 39% ein. Bei der Aktienauswahl stehen allerdings weniger geografische als vielmehr Einzeltitelgesichtspunkte im Vordergrund. Wachstumsstärke und Innovationsfähigkeit stellen dabei genauso Kaufkriterien dar wie eine hervorragende Wettbewerbsposition und attraktive Gewinnperspektiven. Die größten Einzelwerte im Portfolio sind dementsprechend auch Schwergewichte des Gen- und Biotechnologie-Sektors. Ende Juni waren dies Amgen (9,40% des Fondsvolumens), gefolgt von MediGene (7,80%) und Gilead Sciences (6,10%).

Der UniSector: GenTech hat einen für den Sektor moderaten Ausgabeaufschlag von 4%. Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) ist mit 2,49% allerdings vergleichsweise hoch. Doch dafür ist seine Performance mehr als beachtlich: Der UniSector: GenTech konnte seinen Vergleichsindex MSCI World Biotechnology-Index bisher klar schlagen. Auf Sicht von fünf Jahren legte er rund 35% an Wert zu, auf Jahressicht 10%. In den Turbulenzen des Jahres 2008 musste er zwar fast 9% abgeben. Doch im laufenden Jahr konnte er bereits wieder mehr als 12% zulegen. Trotz seiner guten Wertentwicklung ist der Fonds generell nur für risikobewusste Anleger geeignet, die langfristig in eine Zukunftsbranche investieren möchten und auch hohe Wertschwankungen in Kauf nehmen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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