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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 05.01.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 05.01.2012:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Turbulentes Jahr 2012 voraus

Willkommen im Katastrophenjahr 2012. Im Jahr, in dem die Eurozone auseinanderbricht. Im Jahr, in dem die USA zahlungsunfähig werden. Im Jahr, in dem Weltwirtschaftskrise und Hyperinflation gleichzeitig auf uns treffen. Gegenüber 2011 wird es im Jahr 2012 erst richtig schwer, sagt selbst die Kanzlerin. Man könnte auch sagen: Jetzt geht’s erst richtig los!

Ich würde sagen, wenn all diese Katastrophenszenarien bereits bekannt und vielfach sogar erwartet werden, dann werden wir sicherlich im Jahr 2012 nicht erneut einen DAX mit Minus 14,7% erleben. Im Gegenteil!

Die langjährigen Leser unter Ihnen wissen, dass ich irgendein Katastrophenszenario erst in den Folgejahren erwarte, aber noch nicht im Jahr 2012. Und was ist überhaupt eine Katastrophe? Eine Neudefinition des Euros?

Eine grundlegende Überarbeitung unseres auseinanderbrechenden Sozialsystems?

Eine Neuordnung der politischen Machtverhältnisse in Europa?

Nicht im Jahr 2012.

Erinnern Sie sich bitte an das vergangene Jahr: Der DAX stieg bis ins Frühjahr kräftig an um dann in eine Seitwärtsbewegung überzugehen. Überall wartete man auf den Ausverkauf, der irgendwann in jedem Sommer stattfindet.

Doch der blieb aus, bis man dann im Spätsommer langsam Vertrauen schöpfte, die Anleger wurden mutiger und positionierten sich bullisch als dann plötzlich die Staatsschuldenkrise über Europa hereinbrach und viele wenn nicht alle auf dem falschen Fuß erwischte.

Entsprechend heftig war der Ausverkauf im August, und davon hat sich der DAX bis heute nicht wirklich erholt.

Für das Jahr 2012 gibt es schon einige Meilensteine: Im März wird die nächste Griechenland-Anleihe fällig und muss refinanziert werden. Griechenlands Ministerpräsident Papademos hat bereits davor gewarnt, dass eine ungeordnete Insolvenz bevorstehen könnte, falls die Hilfs-Troika aus IWF, EU und EZB den Hellenen nicht weitere finanzielle Hilfen zugestehen.

Bis zum Frühjahr wollen sich die 17 Euroländer, sowie neun der zehn weiteren EU-Länder, auf die Bedingungen des verstärkten Stabilitätspakts mit fiskalischer Integrationskomponente einigen. Das Ergebnis soll dann bis zum Sommer in allen Ländern verabschiedet, genehmigt oder gebilligt werden, damit der ESM zur Jahresmitte in Kraft treten kann.

Für Italien steht das Jahr 2012 für einen gigantischen Refinanzierungsbedarf.

Immer wieder wird Italien mit großen Platzierungen an den Markt gehen.

Italien ist weltweit der drittgrößte Anleiheemittent und sucht händeringend Käufer. Jede Auktion wird von den Märkten kritisch beobachtet werden.

Im November schließlich gibt es in den USA Präsidentschaftswahlen. Der Demokrat Obama wird gegen einen republikanischen Herausforderer antreten, derzeit sieht es nach Mitt Romney aus. Harte Entscheidungen seitens des Präsidenten Obama sind in diesem Jahr daher kaum zu erwarten, die US- Wirtschaft freut sich stets auf Wahljahre. Doch irgendwann wird die Ungewissheit über den nächsten Präsidenten auf die Stimmung drücken, bis sich ein vermutlicher Sieger herauskristallisiert.

Ich habe keine Kristallkugel, und auch der Nikolaus hat mir nicht verraten, wie die einzelnen Ereignisse ausgehen werden. Somit muss ich mich der jeweiligen Nachrichten- und Stimmungslage entsprechend anpassen und unser Portfolio so ausrichten, dass es im schlechten Fall durch Dividenden und Zinsen abgesichert ist und doch auch im positiven Fall von einer Kursrallye profitieren wird. Im nächsten Kapitel habe ich Ihnen aufgezeigt, wie ich mich auf die einzelnen Meilensteine vorbereiten werde und welche Bedeutung die verschiedenen Ausgänge für die Aktienmärkte haben sollten.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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