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Veröffentlicht von Redaktion "Rohstoff-Report" am 11.12.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.12.2009:

Börsenbrief Gold- & Rohstoff-Report
Gold- & Rohstoff-Report

BörseGo AG - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2002

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Bei dem Spruch „the trend is your friend“, handelt es sich um eine nur allzu häufig strapazierte Börsenweisheit, die letztendlich andeuten soll, dass ein „Mitschwimmen“ in einer bereits laufenden Trendbewegung meistens lohnenswert ist. Sogenannte Trendfolger-Strategien setzen genau auf diesen Effekt, indem sie beispielsweise gerade in die Werte investieren, die schon zuletzt am besten gelaufen sind.

Doch was für den Aktienmark gilt, kann auch am Rohstoffmarkt nicht ganz falsch sein, an dem sich Trends und saisonale Schwankungen häufig noch deutlicher erkennen lassen. Dies dachte sich vor kurzem auch die HypoVereinsbank bei der Emission ihres Open-End-Zertifikates auf den Commodity Trend Total-Return Index, bei dem das Anlageuniversum aus den insgesamt 23 Unterbereichen des DJ UBS Commodity Index besteht, darunter auch „Exoten“ wie z.B. Baumwolle oder Schweinehälften. Aus dieser Grundgesamtheit werden jeweils zum Monatsende die vier Rohstoff-Indizes mit der stärksten Wertentwicklung der vergangenen drei Monate ausgewählt und ausgehend vom jeweiligen Spitzenreiter absteigend im Verhältnis 40/30/20/10 Prozent gewichtet. Auch wenn der Anleger monatlich jeweils die vier Rohstoff-Top-Performer in seinem Depot wähnt, sollte er auch hier die bekannte Roll-Problematik aufgrund der zugrundeliegenden Indexbasis einkalkulieren, durch die sich Differenzen zwischen Spotpreis und Indexwert ergeben können. Alle verwendeten Indizes werden darüber hinaus in ihrer Total-Return-Variante berechnet, die auch die Zinskomponente der zugrundeliegenden Futures-Kontrakte mit einbezieht. Aktuell bildet der Basiswert die Subindizes für Mageres Schwein (40%), Silber (30%), Gold (20%) und Zink (10%) ab. Da die Auswahlmethodik streng regelbasiert erfolgt, sind individuelle Marktmeinungen dabei ausgeschlossen. Der Commodity Trend Index konnte auf Basis einer historischen Rückrechnung im Zeitraum von 1992 bis 2008 mit einem stolzen Plus von durchschnittlich 24 Prozent p.a. aufwarten. Aber auch in der offiziellen Berechnung seit Januar 2009 weist er bereits einen Zugewinn von 42 Prozent auf, während die Benchmark DJ UBS Commodity Index im gleichen Zeitraum nur 12,5 Prozent zulegen konnte.


Das Endlos-Zertifikat partizipiert eins zu eins am Basiswert, wobei das Dollarrisiko durch einen Quanto-Mechanismus ausgeschaltet wird. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber so manchem ähnlich gelagerten Produkt ohne Währungsabsicherung, dessen Wertentwicklung diesem Manko in der Vergangenheit deutlich Tribut zollen musste. Allerdings wird der „Luxus“ nicht ganz kostenlos angeboten. So wird dem Indexwert für die Wechselkurssicherung anfänglich eine Gebühr von 2,45 Prozent p.a. in Rechnung gestellt, die in der Folgezeit monatlich neu festgesetzt wird. Auf der Kostenseite muss der Anleger zusätzlich noch eine Risikomanagementgebühr von 1,5 Prozent berappen, die ebenfalls beim Underlying auf Tagesbasis in Abzug gebracht wird.


Der Rohstoff-Report Tipp: Wenn man die Rückrechnung betrachtet, scheint die Ankündigung im zugehörigen Produktflyer „Die guten ins Töpfchen...“ durchaus aufzugehen. Allerdings ist das Produkt nicht ganz billig, auch wenn der Quanto-Mechanismus zumindest auf der Währungsseite für Sicherheit sorgt. Wer also stets „auf der Höhe“ bleiben möchte, ohne sich selbst zu sehr mit der Materie zu beschäftigen, kann durchaus zu dem dynamischen Produkt als längerfristiges Diversifikationselement seines Depots greifen, wobei generell eine positive Meinung zum Rohstoffmarkt vorhanden sein sollte.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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