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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 15.08.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 15.08.2009:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

FED-Chef Bernanke schaltet zurück

Der Ausverkauf an den US-Börsen am gestrigen Freitag ist überfällig gewesen. Seit Monaten streichen die Bullen Woche für Woche fette Gewinne ein. Schauen Sie sich nun einmal den Wetterbericht von New York vom gestrigen Freitag an: Strahlender Sonnenschein. In den Sommermonaten ist der Freitag stets ein Tag, an dem die Geldmanager sehnsüchtig auf den Feierabend warten, denn die Familie wartet in den Hamptons auf sie.

Lachen Sie nicht, es mag ein wenig plump klingen, aber als ich in New York lebte, habe ich mitbekommen, wie viele New Yorker tatsächlich dieses Leben in dieser oder einer leicht abgewandelten Form leben. Es ist dort ziemlich normal, dass man ein Ferienhäuschen hat – vorzugsweise in Southhampton, aber es gibt jede Menge schöne Orte im Umfeld von New York.

In den Sommermonaten fahren die Familien häufig in dieses Ferienhaus und Frau und Kinder, vielleicht noch Schwiegermutter oder so bleiben dann zwei oder drei Monate im Ferienhaus. Der Mann fährt in der Woche nach New York zum Geld verdienen und kommt am Wochenende wieder zurück.

Wenn Freitags die Sonne vom Himmel knallt, dann überlegt sich der eine oder andere Familienvater schon einmal, ob er nicht etwas eher ins Auto springen und zu seiner Familie fahren kann.
Was glauben Sie, wer dies derzeit eher realisiert: Bullen oder Bären?

Richtig: die Bullen. Die sitzen nämlich seit einigen Monaten auf dicken Gewinnen und überlegen sich, was sie nun noch machen können. Das Portfolio des Fonds / Hedgefonds / Großkunden / etc. ist bullisch ausgerichtet und weitere Käufe können auch bis Montag warten.

Bären hingegen starren auf ihre Bildschirme wie das Kanninchen auf die Schlange und hoffen seit Monaten auf einen Tag, an dem die Kurse mal so richtig purzeln. Die Rahmenbedingungen sind so bullisch (Konjunkturprogramm, Aufschwung, Nachfrage aus Südostasien, ...), dass es ihnen lange nicht mehr gelungen ist, Panik an der Börse zu verursachen. Doch ein Freitag, der Wochentag mit dem geringsten Handelsvolumen, eignet sich gut für einen Versuch.

Und so waren die Gegner der Bären gestern bereits ins Wochenende gefahren während die Bären Hiobsinterpretationen veröffentlichten und die Kurse nach unten prügelten. Es reichte für rund 1,5% Minus, wobei dieses Minus zum Handelsende wieder deutlich verkleinert wurde.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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