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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 16.06.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 16.06.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die deutschen Banken haben sich auf die Krise für Staatsanleihen eingestellt:

Die bisher bekannten Zahlen widersprechen sich zwar in ihren Abgrenzungen, aber es sieht so aus, als ob das Restrisiko beherrschbar, weil deutlich reduziert, bleibt. Wir sind gespannt auf die Zahlen vom 30.06.

 

Der Schwachpunkt der deutschen Börse sind unverändert die Banken und Versicherungen. Sie sind, neben den Versorgern, die einzigen in der DAX-Familie, die in ihrer Performance weit hinter allen anderen zurückliegen. Die permanente Einbindung der Banken in die Griechenlandfinanzierung bleibt vorerst eine schwere Hypothek. Der Stand: Beide Sektoren sollen gezwungen werden, an der Griechenlandfinanzierung freiwillig mitzuhelfen, ohne dass es dafür hinlängliche gesetzliche oder andere Rahmenbedingungen gibt, die dies rechtfertigen. Es ist eine politische Strafaktion.

Die Einbindung der Banken in die Griechenlandfinanzierung halten wir deshalb politisch für zu kurz gegriffen. Denn tatsächlich haben die Banken wenig bis gar keine Verantwortung für die Fehlentwicklungen in Griechenland. Sie werden für etwas verpflichtet, was sie nicht zu vertreten haben. Neben Bankenabgabe und Griechenlandhilfe werden große Banken dafür bestraft, Banken zu sein.

Es herrscht in der Öffentlichkeit eine starke Negativmeinung zum Thema Banken. Daran haben sie natürlich eine Mitschuld. Jedoch: Keine Volkswirtschaft lässt sich hinreichend fördern, wenn die Banken als Hindernis oder Sündenböcke hingestellt werden. In der Erholungsphase nach der Finanzkrise war das zeitweilig hinzunehmen, weil die Industrie in dieser Phase relativ unabhängig von Banken kooperieren konnte. In der weiteren Entwicklung des deutschen Wachstums spielen die Banken jedoch eine äußerst wichtige Rolle, was demnächst in der deutschen Energiewende besonders stark sichtbar werden wird. Wir halten es für den Schlüsselsektor für die weitere Entwicklung der gesamten Volkswirtschaft. Auf den Punkt gebracht: Banken macht man stark und kontrolliert sie sorgfältig, aber man macht sie nicht schwach und lässt sie gewähren. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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