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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 06.11.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 06.11.2014:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die besten Titel aus der Schweiz

Die Schweiz ist ein Hort der Sicherheit. In Krisenzeiten präsentiert man sich robust. Die Währung neigt tendenziell zur Stärke. In einem gut diversifizierten Portfolio macht ein Anteil von 10 bis 15 % in Schweizer Aktien jederzeit Sinn. Welche Titel sollte sich der Anleger jetzt ins Depot legen?

Pharma: NOVARTIS (WKN: 904 278; 88,65 CHF) mit gut gefüllter Pipeline. Die Wirkstoffpipeline bei Novartis gefällt uns. Gelingt die Zulassung des Herzmedikaments LCZ696, winkt dem zusätzlich ein Erlös zwischen 2 und 5 Mrd. $ pro Jahr. Das Arzneimittel überzeugte in einer klinischen Studie der Phase III mit ansprechenden Resultaten. Mit einem Zulassungsentscheid der US-Gesundheitsbehörde FDA rechnen wir bis Ende 2015. Gute Studiendaten zu den potenziellen Arzneimitteln Serelaxin, ebenfalls gegen Herzprobleme, und Secukinumab gegen Psoriasis-Arthritis sowie gegen Psoriasis runden das positive Bild ab.

Die Zahlen zum dritten Quartal überzeugen. Zwischen Juli und September stieg der Umsatz um 5 % auf 14,7 Mrd. $. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn legte um 11 % auf 3,8 Mrd. $ zu. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch die anderen, noch zum Kerngeschäft gehörenden Bereiche Augenheilkunde (Alcon) und Generika (Sandoz) leisteten ihren Beitrag zum guten Ergebnis. Bis 2015 will sich Novartis auf diese drei Sparten konzentrieren, um die Margen zu steigern. Verkauft wird die Impfstoffsparte. Das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten wird in ein separates Joint Venture ausgegliedert.

Fundamental nicht überzogen. Die Bewertung passt. Unter den großen Pharmariesen sticht Novartis mit einer zweistelligen Gewinndynamik hervor. So soll der Gewinn je Aktie von 4,70 CHF auf 5,25 CHF in 2015 steigen. Das macht ein KGV von 16 bei rund 3 % Dividendenrendite.

Fazit: Versuchen Sie mit einem Kaufl imit von 86 CHF zum Zuge zu kommen. Zielrichtung sind 110 CHF auf 18 bis 24 Monate.

Hochtechnologie: COMET HOLDINGS (WKN: 895 429; 641 CHF) gilt als Geheimtipp in der Schweiz. Lassen Sie sich durch den optisch hohen Kurs nicht abschrecken. Comet ist die Kategorie „Schweizer MDAX“. Also ein Mittelständler mit rund 400 Mio. CHF Marktkapitalisierung. Das Unternehmen ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Röntgen-, Hochfrequenz- und e-beam-Technologie. Mit COMET, YXLON und e-beam verfügt man über drei starke Marken. YXLON beliefert Endkunden aus der Automobil-, Luftfahrt- und Elektronikindustrie mit Röntgensystemen für die zerstörungsfreie Materialprüfung. COMET produziert hochwertige Hightechkomponenten wie Röntgenquellen, Vakuumkondensatoren, RF-Generatoren und Matchboxen für verarbeitende Betriebe aus der Automobil-, Luftfahrt-, Halbleiter- und Solarindustrie sowie im Bereich Sicherheit an Flughäfen. Unter der Marke ebeam entwickelt und vertreibt man zudem hochkompakte e-beam-Sets, wie sie zum Beispiel bei der kontaktfreien Sterilisation von Getränkeverpackungen zur Anwendung kommen.

Hohe Wachstumsdynamik. Die Wachstumsdynamik auf der Umsatzseite lag zuletzt bei 25 % und auf der Gewinnseite bei 26 %. Mit nur rund 12,3 Mio. € Nettoverschuldung und einer Eigenkapitalquote von fast 60 % ist die Bilanz von hoher Qualität. Für den diesjährigen Gewinn je Aktie von Comet rechnen die Analysten mit rund 26 CHF. Für das kommende Jahr wird mit 31 CHF gerechnet. Daraus resultiert ein KGV von 24 bzw. 20.

Konstruktive Markttechnik. Seit Sommer konsolidiert die Aktie, ohne allerdings stärker unter Druck zu kommen. Das nennt man relative Stärke. Zuletzt konnte die Aktie wieder ein Kaufsignal liefern, was das Ende der Konsolidierung bedeuten könnte.

Fazit: Ein Schweizer Nebenwert mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Der Aktionärsbrief rät zum Kauf. Stop-Loss 512 CHF.

HÜGLI (WKN: 871 713; 704,50 CHF) wird das Alnatura der Schweiz. Immer mehr Europäer setzen in ihrer Ernährung auf Gesundheit und auf ökologischen Anbau, kurz: auf Bio. Diesem Trend passt sich Hügli an. Nach vier Jahren Stagnation gelang 2013 wieder neues Wachstum.

2014 und 2015 wird sich dieser Trend fortsetzen. Hauptgrund für das Wachstum war die Übernahme der deutschen Vogeley. Aber auch organisch konnte man wieder zulegen. Verantwortlich für das organische Wachstum waren die Absatzsteigerung von Produkten für Markenunternehmen sowie eine größere Nachfrage nach den eigenen Bioprodukten. Im ersten Halbjahr 2014 setzte sich der positive Trend, besonders auf der Gewinnseite, fort. So stieg der operative Gewinn des Lebensmittelproduzenten um 14,3 % auf 16 Mio. CHF. Die Ziele wurden bestätigt. Weitere Zukäufe sind in den nächsten Jahren zu erwarten. Denn mittelfristig will das Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von 5 % vorlegen können. Das basiert sowohl auf organischem Wachstum als auch auf Akquisitionen. Positiv auch: Im schwierigen europäischen Markt sind viele Mitbewerber angeschlagen und erreichen die kritische Größe nicht. Die Zamek-Pleite kommt Hügli somit sehr entgegen. Mit einem KGV von 13 per 2014 ist Hügli einer der am niedrigsten bewerteten Titel der Branche. Fazit: Mittel- bis langfristig kaufenswert.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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