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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Börsenbrief" am 17.12.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 17.12.2009:

Börsenbrief Frankfurter Börsenbrief
Frankfurter Börsenbrief

CURT L. SCHMITT Informationsdienste - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1954

Das Jahr 2009 war in verschiedener Hinsicht ein Jahr besonderer Leistungen in einem extrem schwierigen Umfeld

Natürlich sind nicht alle der teils unter extremem Zeit- und Sachdruck eingeschlage- nen Maßnahmen auf nachhaltiger Basis auch der rich- tige Weg, aber sie ermöglichten in der Summe zu- mindest eine Stabilisierung der globalen Finanzmärk- te als dem wichtigsten Lebensnerv für die globale Ökonomie.

Mit anderen Worten: Hätte man die teils wirklich radikalen Maßnahmen nicht umgesetzt, wäre die Weltwirtschaft wohl in die gravierendste Krise mind. der letzten etwa 80 Jahre hineingerutscht. Dies ist nicht nur eine ökonomische Frage, denn die Aufräum- arbeiten eines solchen „Herzinfarktes“ hätten viele mühsame Jahre in Anspruch genommen. Es ist auch eine politische Frage und somit eine Frage der Stabilität und des globalen Friedens. Wenn also auch noch viele Herausforderungen verbleiben, so kann man mit einem dankbaren Blick auf 2009 zurückschauen: Die USA schafften eine bemerkenswerte Rettung vieler Banken. Offensichtlich waren die Regelungen über eingeschränkte Manager-Vergütungen ein extrem starkes Druckmittel, die staatlichen Hilfen so schnell wie möglich zurückzuzahlen. Das etwa 700 Mrd. Dollar schwere Hilfsprogramm wurde mit etwa 245 Mrd. Dollar durch Investments in Banken in Anspruch genommen. Inkl der jüngeren Meldungen von Wells Fargo und Citigroup dürften etwa 161 Mrd. Dollar zurückgezahlt werden bzw. schon gezahlt worden sein. Inkl. Dividenden und Kursgewinnen dürfte die US-Regierung damit nicht nur den Systemkollaps vermieden haben, sondern auch noch einen Gewinn einstreichen. Allein die Rettung der Citigroup dürfte einen Ertrag von etwa 12 bis 14 Mrd. Dollar bedeuten. Die restlichen Engagements dürften mit nochmals etwa 19 Mrd. Dollar Ertrag zu verbuchen sein. Damit dürfte das Ergebnis weitaus besser sein als seinerzeit von Finanzminister Timothy Geithner befürch- tet (erwarteter Nettoverlust 76 Mrd. Dollar).

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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