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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 31.05.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 31.05.2012:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Das Geschäftsklima der deutschen Industrie bewegt sich hart an der Kante zwischen Hochkonjunktur und Abschwung

Schauen Sie sich dieses Bild bitte sorgfältig an. Die jüngsten ifo-Ergebnisse wurden vielfach mit den Ängsten um Griechenland verbunden. Da es sich um eine Umfrage handelt und nicht um eine Statistik, drückt sich nach Interpretationen in München darin eine besonders vorsichtige Haltung gegenüber den Peripherieländern aus. Aber:

 

Europa verliert für Deutschland zunehmend an Be- deutung. In den vergangenen 20 Jahren reduzierten sich die deutschen Exporte in die Eurozone von 50,6 % auf 39,7 %. Diejenigen in die EU (27 Länder) fielen von 69,3 % auf 59,2 %. Der Anteil der USA reduzierte sich in der gleichen Zeit um 6 %-Punkte und derjenige nach China/Asien stieg um über 22 %-Punkte.

Der deutsche Export hat also sein neues Schwerge- wicht in Asien und Lateinamerika, wofür die Progno- sen per 2015 so lauten: Der Anteil aller Euronachbarn fällt unter 50 %, in die Eurozone selbst auf 33 % und China/Asien steigen auf über 40 %.

Der Euro wird den aktuellen Stress infolge Griechenland und Spanien sowie (demnächst) Italien nicht ohne technische Blessuren aushalten. Ergänzend zur Seite 1:

Der Euro dürfte sich erst bei 1,20 $ fangen. In der ersten Griechen-Krise vor zwei Jahren waren
es 1,1875 als Tief. Die Toppstände lagen zwei Mal bei knapp unter 1,50 $. Je nachdem, wie die inter- nationale Spekulation dies sieht, geht das Restrisi- ko aber durchaus weiter, nämlich bis 1,12/1,15 $. Was hätte das zur Folge? Eine solche Abwertung des Euro wirkt für alle Exporte wie eine Vitamin- spritze. Damit würde der deutsche, aber auch der europäische Export eine deutliche Stimulanz erhal- ten, und wir sind uns nicht sicher, ob darin nicht auch ein politisches Ziel in Paris und Rom steckt, die beide mit solchen Währungsmanipulationen gute Erfahrungen haben. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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