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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 04.08.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 04.08.2015:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Apple - Technisches Verkaufssignal: Abwarten

Wie von mir angekündigt befindet sich die Apple-Aktie weiterhin unter Druck. Gestern hat sie ihre 200-Tages-Durchschnittslinie nach unten durchbrochen. Trader nehmen das zum Anlass, ihre Apple-Spekulation aufzulösen, weil der Aufwärtstrend nun gebrochen ist. Entsprechend notiert Apple heute mit 5% im Minus und zieht die gesamte Smartphone-Branche inklusive unserer Skyworks (-7%) mit in den Keller. 

Sommerloch - Kein Grund zur Sorge

Ich würde mir um diesen Ausverkauf nicht zu große Sorgen machen. Wir befinden uns im Sommerloch und ich zähle diesen Ausverkauf zu den Überreaktionen, die in einigen Wochen wieder korrigiert werden. Wie schon nach den Quartalszahlen gesagt: Wer sich zutraut, solche Schwankungen zu traden, kann verkaufen und später (hoffentlich nicht zu spät) wieder einsteigen. 

Wir haben Apple im Wachstumsportfolio weil die Aktie auf Sicht ihrer Wachstumsrate im Verhältnis zum Kurs/gewinn-Verhältnis zu günstig bewertet ist. Analysten erwarten ein durchschnittliches Gewinnwachstum in den kommenden fünf Jahren von 15% p.a.Das KGV 2016e steht bei 12. für einen Marktführer wie Apple halte ich ein Verhältnis der Wachstumsgeschwindigkeit zum KGV von bis zu 2 für vertretbar, derzeit steht dieses Verhältnis bei nur 0,8. Bis Ende 2016 kann also entweder das Gewinnwachstum einbrechen oder aber der Aktienkurs in die Höhe schießen. 

Sollte die Aktie zwischenzeitlich noch weiter ausverkauft werden, dann wäre das für mich eine Gelegenheit, Apple nachzukaufen oder, falls Sie noch nicht investiert sind, jetzt einzusteigen. 

Ich weiß, Apple kann heftige Schwankungen erfahren. Wenn nun beispielsweise (bitte: das ist nur eine hypothetische Konstruktion eines Schlimmsten-Falls) China kollabiert und weniger iPhones nachfragt, könnten einige institutionelle Anleger sich aus dieser Aktie verabschieden - ohne Rücksicht auf Bewertungsniveau. Die Aktie würde dann weiter ausverkauft werden, weil einige Profis die Aktie nicht in ihrem Portfolio ausweisen möchten. 

Vielleicht sehen einige Profis auch den steigenden US-Dollar als Wettbewerbsnachteil für Apple gegenüber Samsung. Oder vielleicht sind einige Profis enttäuscht von dem bisherigen Erfolg der Apple Watch. Oder, oder, oder... Wenn der Kurs erstmal fällt, lassen sich viele intelligente Begründungen finden. 
 

Fazit

Also: Ich sehe keinen fundamentalen Grund für den aktuellen Ausverkauf der Apple-Aktie, sondern lediglich einen charttechnischen. Wie lange die Charttechnik dominiert und ob die nun gefundenen möglichen fundamentalen Gründe für eine Fortsetzung des Ausverkaufs ausreichen werden wir sehen. Ich würde diesen Ausverkauf jedoch aussitzen. 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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