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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 23.02.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 23.02.2009:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Analyse Deutsche Telekom

In seiner Analyse auf "sharewise.com" betrachtet Stephan Heibel vom "Heibel-Ticker Börsenbrief" die Aktien der Deutschen Telekom.

Mit 8,6% Dividende, gesichertem Cashflow und mit 30% mittelbar in Staatsbesitz sei auch die Refinanzierung der 37 Mrd. Euro Schulden gesichert. Für Rentner also, die aus ihrem Vermögen regelmäßig eine schöne Dividendenzahlung erwarten, sei die Telekom Aktie sicher das Richtige.

Wer jedoch auf Kurssteigerungen setze, solle sich lieber eine Wachstumsaktie aussuchen, denn Wachstum sei bei der Deutschen Telekom Mangelware. Die drei Geschäftsbereiche Festnetztelefon, Mobilfunk und Breitbandzugänge böten keine wirklichen Innovationen mehr, der Rückgang der Festnetztelephonie würde durch das Wachstum im Mobilfunk gerade so ausgeglichen und das Breitbandgeschäft kämpfe mit hauchdünnen Margen gegen Wettbewerber aus Funknetzen sowie aus dem Kabel-TV-Netz.

Immerhin, nach acht Jahren Chaos, politischer Einflussnahme und wegbrechenden Märkten sowie utopischen Investitionen scheine nun ein vernünftiges Geschäftsmodell gefunden worden zu sein. Der Kurssturz von 100 auf 10 Euro sei laut Heibel beendet, seit 2002 wäre der Kurs nicht mehr unter 8 Euro gefallen, hingegen befände sich die Telekom in einer sehr langen Bodenbildungsphase.

Im abgelaufenen Quartal habe sich die Schwundrate beim Festnetz stabilisiert. War noch der Verlust von 2,5 bis 3 Mio. Festnetzkunden befürchtet worden, so hätte sich diese Zahl nun auf 2,5 Mio. eingependelt.

Allerdings sei das Mobilfunkgeschäft weniger gewachsen, als erwartet und dies solle die Telekom zum Anlass nehmen, um mit einem wirklich günstigen Angebot die Sparnöte der Kunden anzusprechen. Durch eine solche Aktion könnte T-Mobile nochmals einen Wachstumsimpuls erfahren. Doch mit den alten Gebührenstrukturen sei das Wachstum in den USA um 34% zurück gegangen, in Deutschland sogar um 79%.

Überraschend gut hingegen die Entwicklungen der Breitbandanschlüsse, die insbesondere im osteuropäischen Markt angezogen haben. Doch das margenschwache Breitbandgeschäft führe zwar zu Umsatz, nicht jedoch zu Gewinn. Und eine alte Unternehmerweisheit besage: Umsatz macht Arbeit, Gewinn macht Spaß.

Das Telefon- und Internetgeschäft gälte als konjunkturresistent bzw. Spätindikator für eine Rezession.

Der Umsatz stagniere bei 63 Mrd. Euro. Für ein Unternehmen ohne Wachstum sei ein KGV von 12 recht hoch. Dies sei aber durch die hohe Dividendenrendite begründet und somit laut Heibel auch gerechtfertigt. Der freie Cashflow je Aktie betrüge 3,46 Euro, bei einem Aktienkurs von 10 Euro sei das sehr hoch. Daraus leite man jedoch ab, dass die Dividendenrendite von 8,6% gerechtfertigt sei.

Somit kommt Stephan Heibel zu dem Schluss, die Aktien der Deutschen Telekom hätten in Depots als Dividendenbringer einen Platz bei konservativer Anlagestrategie.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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