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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 09.09.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 09.09.2011:

Börsenbrief zertifikate kompakt
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Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Zertifikate auf Goldminen – Minenkonzerne auf Expansionskurs

Der Goldpreis strebt von einem Rekordhoch zum nächsten.Trotzdem notieren Goldminen weit unter ihren Allzeithochs. Dabei verdienen die meisten Bergwerke glänzend. Doch die Schwäche des Aktienmarktes belastet die Kurse, zumal die Förderkosten steigen.Trotzdem bieten ausgesuchte Zertifikate auf Einzelunternehmen ungewöhnlich gute Renditechancen.

 

Mit 1.837 US-Dollar je Unze (31,1 Gramm) notiert der Goldpreis aktuell (Stand: 8. September) nur ein paar Prozent unter dem jüngst erreichten Rekordhoch von 1.921 US-Dollar. Technische Analysten halten nun sogar Notierungen über der 2.000 US-Dollar-Marke für wahrscheinlich. Denn der Aufwärtstrend ist stark, selbst kleinste Korrekturen werden für Nachkäufe genutzt. Anlass der jüngsten Konsolidierung waren Marginerhöhungen an den Terminbörsen in New York und Shanghai. Aufgrund der gestiegenen Kapitalanforderungen mussten manche Spekulanten ihre Positionen auflösen. Aber andere Investoren sprangen rasch in die Bresche. Deshalb fiel die Reaktion recht gemäßigt aus. Schon nach wenigen Tagen kletterte der Goldpreis wieder aufwärts. Dafür sorgten auch positivere Einschätzungen großer Investmentbanken: So rechnet beispielsweise JP Morgan schon für Ende 2011 mit 2.500 US-Dollar je Unze. Andere Institute sind zurückhaltender. BNP Paribas peilt im Jahresdurchschnitt 2013 nur 2.200 US-Dollar je Unze an. Aber selbst diese relativ vorsichtige Prognose liefert exzellente Ertragsperspektiven für die Goldminen, deren Förderkosten im ersten Halbjahr 2011 meist deutlich unter 1.000 US-Dollar je Unze lagen.

In Asien ist Gold stark gefragt

In der ökonomischen Theorie müsste das Angebot der Bergwerke eigentlich schnell wachsen. Aber in der Praxis reagiert die Produktion langsamer. Aus rechtlichen und technischen Gründen erfordert jede Kapazitätsausweitung im Minensektor in der Regel mehrere Jahre Vorlaufzeit. Die Erschließung einer komplett neuen Lagerstätte dauert noch länger, zehn Jahre sind keine Seltenheit. Das offizielle Goldangebot nimmt trotzdem ständig zu, da bestehende Bergwerke auf Teufel komm raus fördern. Vor allem China steigert jedes Jahr den Ausstoß, davon gelangt allerdings kaum etwas auf den Weltmarkt. Ebenso wie in Russland und einigen anderen Ländern erwirbt die Zentralbank das frisch geschürfte Edelmetall, um damit die Währungsreserven zu diversifizieren. Notenbanken decken sich aber auch auf den internationalen Kapitalmärkten ein. Mexiko kaufte im ersten Halbjahr 100 Tonnen, Südkorea im Juni und Juli immerhin 25 Tonnen. Die Analysten der Landesbank BadenWürttemberg gehen davon aus, dass die Notenbanken in diesem Jahr ihre Vorräte um 330 Tonnen aufstocken. Ebenfalls unverdrossen auf der Käuferseite befinden sich traditionelle Goldimporteure wie Indien und China. Laut Daten des World Gold Councils wurden in den beiden asiatischen Staaten im ersten Halbjahr rund 930 Tonnen Gold abgesetzt. Zum Vergleich: Hierzulande orderten Privatanleger 60 Tonnen. Die Chancen stehen daher gut, dass die Nachfrage noch schneller wächst als das Angebot.

Drei Gesellschaften dominieren die Goldminenindizes

Für die Goldkonzerne könnten die Perspektiven also kaum besser sein. Entsprechend gut entwickelten sich in den vergangenen Wochen die Börsenkurse der entsprechenden Gesellschaften. Während die Aktienmärkte seit Anfang August weltweit einbrachen, legte der NYSE Arca Gold BUGS (NAGB) um 15% zu. Dieser Index enthält die 16 größten Unternehmen der Branche, die ihre Förderung nicht auf Termin verkauft haben und daher vollständig von einem Anstieg des Goldpreises profitieren. Unter den 30 Gesellschaften im NYSE Arca Gold Miners-Index (NAGM) sind dagegen auch Unternehmen enthalten, die Teile der künftigen Goldproduktion zu – aus heutiger Sicht – relativ niedrigen Kursen veräußert haben. Dominierend in beiden Indizes sind drei Konzerne: Barrick Gold, Newmont Mining und Goldcorp. Im NAGM entfallen 37% des Indexgewichts auf die drei Aktien, im NAGB sogar 39%. Diese Unternehmen verfügen dank einer Vielzahl von Minen auf fast allen Kontinenten über ein breit gestreutes Portfolio an Bergwerken unter und über Tage. Die Förderkosten sind relativ gering: Barrick Gold beispielsweise veröffentlichte für das 2. Quartal 2011 einen Betrag von 614 USDollar je Unze. Die beiden anderen Konzerne agieren noch günstiger. Außerdem betreiben die Konzerne einige Minen, in denen in erheblichem Umfang Beiprodukte wie Silber oder Kupfer anfallen. In der Expansionsstrategie unterscheiden sich die drei Konzerne deutlich: Während Barrick und Goldcorp frühzeitig und damit entsprechend günstig auf Großakquisitionen setzten, übernahm Newmont Mining eher kleine Gesellschaften. Weltmarktführer Barrick hat deshalb keine Probleme, seine Förderung von rund 7,8 Mio. Unzen binnen fünf Jahren um eine Mio. Unzen auszuweiten. Goldcorp peilt sogar bis 2015 einen Anstieg von 2,5 auf 4 Mio. Unzen an. Dagegen sieht Newmont Mining erst bis 2017 das Potenzial für eine Erhöhung der Goldförderung von 5,2 auf 7 Mio. Unzen.

Zertifikate bieten hohe Renditen

Mit der Akquisition des sambischen Kupfergiganten Equinox vor wenigen Monaten sorgte Barrick Gold für erhebliche Irritationen an der Börse. Schließlich hängt die Preisentwicklung des Industriemetalls im Gegensatz zum Goldpreis enorm von der Weltkonjunktur ab. Dafür wirkt die Barrick-Aktie trotz des jüngsten Kursanstiegs mit einem Kurs/ Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut elf sehr preiswert. Goldcorp wird dagegen mit einem happigen KGV von fast 25 bewertet, bietet aber weitaus mehr Wachstumsfantasie. Newmont Mining kostet das 13-Fache des erwarteten Gewinns. Alle drei Aktien dürften ihre Hausse zwar fortsetzen, aber Barrick Gold weist den größten Nachholbedarf auf. Mit einem Bonuszertifikat der Royal Bank of Scotland (RBS) profitieren Anleger davon am stärksten, zumal die Bonusrendite von 7% p.a. gesichert ist, solange die Aktie die Barriere von 40 US-Dollar nicht berührt. Zudem partizipiert der Anleger an allen Kursgewinnen, die über das Bonuslevel von 60 US-Dollar hinausgehen. Newmont Minings` Aufwärtspotenzial dürfte limitiert sein. Ein Capped Bonuspapier der BNP Paribas bringt aber eine ansehnliche Rendite von 12,5% p.a., falls die Barriere von 44 US-Dollar nicht gerissen wird. Das Quanto-Discountzertifikat der RBS auf Goldcorp mit einem Cap von 50 US-Dollar bietet 12,1% Verzinsung im Jahr. Um diesen Ertrag zu realisieren, darf der Aktienkurs um bis zu 9% zurückgehen.

Fazit:

Der Goldpreis hat beste Aussichten, seine Hausse in den kommenden Monaten fortzusetzen. Davon sollten auch die Goldminen profitieren. Zertifikate auf führende Branchenvertreter wie Barrick Gold, Newmont Mining und Goldcorp bieten beeindruckende Renditechancen. Anleger sollten unbedingt das Emittentenrisiko beachten. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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