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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 22.03.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 22.03.2012:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Wir konzentrieren uns zunächst auf den nächstliegenden Punkt:

8.200 im DAX! Unser Frühjahrsziel 7.200 haben wir mit der Einkaufsliste ab September für alle drei DAX-Segmente gut ausgeschöpft. Ausnahme TecDAX, wo es eine derartige Grundlinie nicht geben konnte. Nun ist der Sommerkorridor des vergangenen Jahres erreicht, der eine kurzfristige Stolperstrecke werden kann.

 

Der DAX ist der erfolgreichste Index der Welt. Bis 8.200 sind es noch ca. 10 bis 12 %, und ab Jahresanfang wären das dann 30 %. Gewinn seit dem September-Tief bis jetzt 42 %, und daraus würden 50 % werden.

Lässt sich diese Sonderrolle des DAX fortschreiben?

Das hängt von den Umständen ab, die auf der Seite 1 dargestellt worden sind. Sämtliche Banken, Sparkassen und Versicherungen sowie sonstige Vorsorgeeinrichtungen tragen dafür allein die Verantwortung. Die größten Investoren sind bis jetzt die Amerikaner mit BLACKROCK, CAPITAL GROUP, STATE STREET und anderen an der Spitze. Sie bestimmen voraussichtlich den weiteren Trend. Über deutsche Investoren in den Größenordnungen von 2 oder 3 bis 5 %-Anteilen liegen zurzeit keine Meldungen vor. Nur gerüchteweise verlautet, dass Pakete von 2 bis 3 % aufgebaut worden sind, die in den Präsenzlisten zur HV wohl auch auftauchen dürften. Bei sämtlichen Pensionsfonds der DAX-Unternehmen liegt die Aktienquote mit zurzeit 21 % auf der tiefsten Basis der letzten Jahre, so weit diese Zahlen erfasst werden (Auflösung der Deutschland AG). Die Bond-Quote erreicht mit 63 % das Dreifache. Der Anteil eigener Aktien in diesen Portfolios betrifft weniger als 5 %.

Hält der EuroStoxx mit? Er hinkt dem DAX entscheidend hinterher, siehe auch obige Tabelle. Das Aufholpotenzial im EuroStoxx unterstützt auch die Einschätzung des DAX, obwohl sich damit nicht die besondere Qualität von Industrieaktien zeigt. Es handelt sich mehrheitlich um Versorgungsund Energieaktien nebst Finanztitel, aber insgesamt sind darin nur 10 Unternehmen aufgenommen, die mit der Konjunkturentwicklung in Europa bzw. Deutschland nur wenig gemein haben. Der EuroStoxx ist deshalb keine Konkurrenz zum DAX. Wer ihn als Leitlinie oder Benchmark nutzt, fährt hinterher. Auch ETF-Konstrukte und ähnliche Varianten auf den EuroStoxx sind nur zweite oder gar dritte Wahl.

Die unmittelbare technische Lage: Der VDAX ist wieder auf dem Niveau vor der letzten Griechen-Krise gelandet. Das bedeutet Stabilisierung der Marktverhältnisse auf einem ausgeglichenen Niveau. Eine weitere Unterschreitung halten wir kurzfristig für eher unwahrscheinlich.

Der DAX hat sein inneres Gleichgewicht so lange, wie die Tagesumsätze deutlich über 3 Mio. € liegen und der VDAX mindestens unter 24. Einzelne Tagesabweichler sind hier zu tolerieren.

Dazu gehört als wichtiger Seismograph der Bund Future, den wir fast täglich in der AB-Daily kommentieren. Hier ist der erste Schritt aus der Bondblase heraus getan, aber das weitere BaissePotenzial liegt bei ca. 10 %. Das ergäbe Bund Future-Preise um 120/124, so wie vor der akuten Griechen-Krise. Die Marktteilnehmer sind jedoch sehr daran interessiert, einen geordneten Rückzug der „Safe Haven-Investoren“ aus der Blase heraus einigermaßen sinnvoll zu steuern. Siehe dazu auch Seite 1. Parallel dazu gilt das Gleiche für die amerikanische T-Bond-Situation. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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