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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 02.06.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 02.06.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Weltweit steht auch in der Informationstechnologie ein neuer Investitionsboom bevor

Auf 2.400 Mrd $ beziffert sich allein der Nachholbedarf nach der Investitionspause im Zuge der Finanzkrise. Das ergibt sich sowohl aus den Berechnungen der Marktforscher Gartner als auch eine CEO-Umfrage von BARCLAYS.

Das Durchschnittsalter der zurzeit verwendeten PCs liegt zwischen 4 und 5 Jahren, womit der Erneuerungszyklus als überfaÅNllig gilt. So ist die Ausgangslage für die großen IT-Konzerne im Gegensatz zur Konjunkturlage, wie für SIEMENS, ABB und GE dargestellt. Beide fahren aber auf dem gleichen Gleis. Wie weit damit IT aus dem generellen Trend herausgefallen war, zeigt auch die Grafik. Das Eröffnungsspiel hat bereits begonnen. ORACLE kaufte soeben PHASE FORWARD, HP erwarb PALM und vor einigen Tagen kaufte IBM STERLING COMMERCE bzw. SAP bietet für SYBASE. Mindestens drei oder vier ähnliche Deals werden noch in diesem Monat erwartet. Oder: Jeder spricht mit jedem. Denn die Marktabdeckung einerseits und der Kauf der möglichst attraktivsten Hardware entscheiden über den nachhaltigen Wachstumstrend aller Konzerne. HP, IBM und ORACLE halten wir bereits in unserer Favoritenliste. Die jüngsten Empfehlungen für HP und ORACLE notieren noch leicht im Minus. IBM mit + 36 % auf Grund einer älteren Empfehlung. EMC waren über Stopp-Kurs mit einem Gewinn um 50 % ausgeschieden. What’s next? EMC nehmen wir sofort wieder auf. Im Bereich Speicherinfrastruktur und Softwareapplikationen ist EMC mit seiner Kontrollmehrheit an VM WARE, den Marktführer für Virtualisierungs-Software, so gut aufgestellt, dass auch ein Übernahmeversuch von EMC nicht ausgeschlossen werden kann, obwohl der Börsenwert bei saftigen 39 Mrd $ liegt. Es wäre geradezu spektakulär, wenn einer der ganz Großen diesen Ansatz wagt, wobei wichtig ist zu wissen: Gut 60 % oder 70 % eines Übernahmepreises würde mit Aktien des Käufers bezahlt werden. Wo liegen die Fronten in der Mobiltechnologie? Während hier APPLE die Maßstäbe vom Smart-Phone bis zur neuesten PC-Kreation namens iPad setzt, geraten andere ehemalige Favoriten gehörig unter die Räder. Bestes Beispiel ist NOKIA, wo uns der Kursrückgang von 12 $ auf 8 $ etwas zu weit gegangen ist. Der Weltmeister APPLE wird von seinem Marktanteil von 38 % ziemlich sicher einige Prozente abgeben. Wie viel, das ist die Frage. Unterschiedliche Studien gehen davon aus, dass der klassische Fall eintritt, wonach ein dominierender Marktteilnehmer auf 20 oder 25 % zurückfällt, was er dann auch verteidigen kann. Diese Regel gilt für fast alle großen Märkte, wenn ein ganz Großer absolut gegenüber den Konkurrenten verliert. Das galt für IBM genauso wie für COMPAQ oder zeitweise DELL und ähnlichen. APPLE ist daher in erster Linie eine Halteposition. Technisch ist NOKIA auf gleicher Höhe, aber im Design und im „Kult“-Faktor zu schwach. Und NOKIA verfügt nicht über einen Steve Jobs, der die Fan-Gemeinde mitreißt. So steht APPLE für High-end und NOKIA für den mittleren Bereich. Entsprechend auch die Unterschiede in der Kapitalisierung: APPLE 200 Mrd $ bei Umsatz 60 Mrd $ gegenüber NOKIA mit 32 Mrd € für 44 Mrd € Umsatz. Technisch: Bei rund 8 € tippte die NOKIAAktie auf und bildet damit die erste Grundlage für neue Käufe.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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