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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 02.09.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 02.09.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Welcher Sektor liefert die ersten Signale A) für das Ende der Konsolidierung und B) für den Einstieg in die Herbst-/Winterrally, die voraussichtlich eine Rally bis Frühjahr werden wird?

Dieses Signal kann nur von einer Branche ausgehen, oder es gibt gar keine Rally. Dazu gibt es keine Alternative. Der Ausgangswert ist äußerst spannend. Deutschland ist nicht die Eurozone! Wir sagen dies sehr eindeutig, weil es vielfach zu einer falschen Beurteilung führt.

Das liegt daran: Alle EZB-Zahlen stehen für die Eurozone. Doch die Eurozone enthält erstklassige Volkswirtschaften wie Deutschland und letztklassige wie die Mittelmeerländer. Deshalb sind die EZBZahlen theoretisch richtig, aber praktisch falsch. Immerhin gibt es aber einen bescheidenen Ansatz dafür, dass die vieldiskutierte Kredit-Wende langsam greifbar wird. Für Deutschland gibt es keine statistischen Zahlen und nur Umfragewerte. Ifo ermittelt dafür die Neigung, wie sich das Kreditgeschäft in Deutschland aus der Krise herausarbeitet. Das erkennen Sie in der oberen Grafik. Die Bereitschaft der Banken, Kredite bereitzustellen, ist die entscheidende Grundlage dafür, wie die anstehende Delle nach dem enormen Anstieg der deutschen Wirtschaft nun bewältigt wird. Klar ist: Ohne die Kredite der Banken ist eine Fortsetzung der bisherigen Konjunkturtendenz unmöglich. Öffnen die Banken den Kredithahn, wird die Delle in den Auftragseingängen kaum spürbar sein, gewerblich wie privat. Dann ist die Konsolidierung der Aktienmärkte seit nunmehr 5 Monaten mit ziemlicher Sicherheit als Indikator zu interpretieren, wie die Phasenverschiebung zwischen Finanz- und realen Märkten bis zum Jahresende zu deuten ist. Der Sektor EuroStoxx Banken zeigt diese ungewöhnlich spannende Ausgangslage dieses Sachverhaltes. Darin stecken alle bekannten Großbanken der Eurozone, auch die deutschen Banken. Doch bezeichnenderweise sind Frankreich, Spanien und Italien darin stärker vertreten als Deutschland, weil lediglich die DT BANK in diesem Index enthalten ist. Die Spannung liegt darin: Es fehlen ca. 6 %, um zu einem Kaufsignal zu führen. Der Aufwärtstrend wird nochmals getestet. Wir wollen es nicht spannender machen als es aussieht, aber es wäre ein sicheres Indiz dafür, ab wann und mit welchem Potenzial die Banken das Signal für die Herbst-/Winterrally liefern. Keine Branche verzeichnet eine ähnliche Marktlage, von A bis Z bzw. von Autos bis Zement. Die Bewertungskriterien hatten wir bereits in der Actien-Börse 30/10 genannt. Werfen Sie nochmals einen Blick darauf. Anmerkung: Die Besonderheit der amerikanischen Bankeneinschätzung erläutern wir auf Seite 7. Sie ist wegen der Folgen der Finanzmarktreform etwas anders einzuschätzen, so dass sie nur mit der allgemeinen Ausgangslage vergleichbar erscheint, aber nicht mit den speziellen Gründen. Die extrem zugespitzte Lage am Bondmarkt, gemessen am Bund Future, signalisiert die Besonderheit, die sich für das Ende der Sommerkonsolidierung in diesen Wochen als geradezu brisant darstellen dürfte. Denn dahinter verbirgt sich eine entscheidende Grundsatzfrage, die das zentrale Thema der AB in der kommenden Wochen sein wird: Inflation oder Deflation, und was folgt daraus für alle Asset-Klassen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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