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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 09.11.2010

Weiter geht‘s!

Weiter geht‘s!

Leichte Gewinnmitnahmen an der Wall Street werden heute durch festere Kurse in Europa kompensiert. Trotz leicht überkaufter Marktlage setzt sich die liquiditätsgetriebene Tendenz fort.

Der Dollar legt unterdessen leicht zu bzw. der Euro fällt. Mit Notierungen unter 1,40 Dollar je Euro quittieren die Märkte die erneute Sorge, dass innerhalb der Eurozone einzelne Staaten erneute Refinanzierungsschwierigkeiten bekommen. Die „üblichen Verdächtigen“ stehen wieder an der Wand. Seitdem die Deutschen klargestellt haben, dass aus ihrer Sicht erst dann der neugeschaffene Rettungsfonds in Anspruch genommen werden darf, wenn das jeweilige Land ein Zahlungsmoratorium (Default) anmeldet, ist die Nervosität zurück. Die Bedingung ist hart, aber fair, führt allerdings zu erheblichen Volatilitäten am Anleihenmarkt. Die Folge ist ein etwas festerer Dollar. Gold legt ebenfalls zu und liegt nun über 1.400 Dollar je Unze! Nervosität um den Euro und vor allem die Debatte um einen neuen Goldstandard liefern dem Kurs neuen Zunder. Natürlich ist ein Goldstandard wie früher nicht wieder herstellbar, aber alleine die Debatte um eine neue Rolle des Goldes im internationalen Währungsgefüge reicht schon, um Fantasie zu wecken, was auch nachvollziehbar bleibt. Unterdessen warten alle auf das G20-Treffen in Seoul am Wochenende. Die einzelnen Regierungschefs setzen sich schon mal im Vorfeld mit gezielten Interviews in Szene. Heute war Frau Merkel auch bei der Financial Times drin. Alles nicht uninteressant, aber letztlich politisches Säbelrasseln ohne unmittelbare Konsequenz für das Marktgeschehen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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