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Veröffentlicht von Steffen Boller am 10.05.2012

Was genau ist eigentlich eine Baufinanzierung?

Was genau ist eigentlich eine Baufinanzierung?

Egal ob im Fernsehen, im privaten Umfeld oder in der Wirtschaft, es gibt viele Begriffe aus dem Finanzbereich von denen zunehmend häufiger gesprochen wird und dennoch niemand so genau weiß, was sie eigentlich genau bedeuten. Diese Begriffe möchten wir zunehmend erklären und näher bringen, so z.B. „Baufinanzierung“.

Unter Baufinanzierung, auch „Immobilienfinanzierung“ versteht man alle möglichen Arten der Finanzierung für Deckung des Kapitalbedarfs bei dem Bau, Erwerb oder der Sanierung eines Gebäudes oder auch bei der Frage wie man einen Kredit umschulden kann, also bei einer Anschlussfinanzierung. Grundsätzlich muss man hier vor allem auch zwischen privater Baufinanzierung, also für Wohnräume, Eigenheime etc. und zwischen gewerblicher Baufinanzierung, also für Bürogebäude oder Lagerhallen unterscheiden, natürlich gibt es hier noch wesentlich mehr Verwendungszwecke, hierauf soll aber kein Fokus liegen.

Viel wichtiger ist die Art und Weise der Finanzierung, also Eigen- oder Fremdfinanzierung, sprich mit Eigenkapital oder Fremdkapital. Unter Eigenkapital versteht man die Einbringung sämtlicher eigener Mittel, d.h. eigenem Sparguthaben, Festgeld, ggf. Bürgschaften oder auch Sachwerte oder Grundstücke die als Sicherheit hinterlegt werden. Unter Fremdkapital beschreibt man alle Mittel, welche sich von Dritten beschafft werden, über Banken oder deren Bausparkassen, Versicherungsinstitute oder auch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die besondere Projekte oft mit sehr günstigen Konditionen fördert.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Fremdkapital für eine Baufinanzierung und viele Anbieter die diese Anbieten. Kurzfristige Bankkredite, Realkredite, Kredite entsprechend als Annuitätendarlehen oder Tilgungsdarlehen mit festen Raten, die angesprochenen KfW-Darlehen, Bauspardarlehen, Öffentliche Baudarlehen, Forwarddarlehen usw…. Die Wahl des richtigen Finanzierungsinstruments ist nicht einfach, hier sollte sich jeder Kunde in jedem Fall mehrfach beraten lassen und nicht das erstbeste Angebot der Hausbank annehmen, insbesondere ein unabhängiger Vergleich bietet sich an.

Da die Konditionen bei einer Baufinanzierung natürlich eines der wichtigsten Themen sind, ist insbesondere die Zinsbindung und damit verbunden eine eventuelle Umschuldung ein wichtiges Thema. Auch Faz.net berichtet über die Umschuldung von Krediten. Die Idee dahinter ist recht simpel: sobald die Zinsbindungsfrist abgelaufen ist, kann man einen Kredit in der Regel umschulden und zu neuen Konditionen finanzieren. Der alte Anbieter wird hier oft behaupten eine Umschuldung sei sehr teuer, meistens kann man aber wesentlich mehr dabei sparen. Während der Bindungsfrist umzuschulden ist dagegen sehr mühsam und teuer, nach einem Zeitraum von 10 Jahren gibt das BGB den Kunden hier begrenzte Möglichkeiten. Grundsätzlich sollte man hier aber nicht spekulieren und sich entsprechend frühzeitig Gedanken machen und die Zinskonditionen absichern.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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