Update für den GSCI in light und heavy

Veröffentlicht von BörseGo AG am 05.05.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Gold- & Rohstoff-Report

Auch Klassiker müssen mal überarbeitet werden. Der Goldman Sachs Commodities Index (GSCI) ist immerhin seit genau 30 Jahren am Markt und in dieser Zeit hat sich einiges getan: Rohstoffe als Assetklasse sind immer beliebter geworden. Der GSCI als wichtige Benchmark für Rohstofffonds bewegt Milliarden. War eine in 90er Jahren eine Rolloptimierung noch nicht wichtig, ist sie heute zwingend. Wenn der GSCI rollt, rollen schließlich alle anderen mit.


 

Auf diesen Mammut-Index, der mit 70 Prozent Energie sehr hoch gewichtet, gibt es mittlerweile auch eine rolloptimiert Variante, den GSCI Dynamic Index mit 35 verschiedenen Rohstoffen. Für alle, denen der Energieanteil zu hoch ist, gibt es zudem die Light-Variante mit 36,5 Prozent an Energie und 24 verschiedenen Rohstoffen. Dieser Index heißt entsprechend GSCI Light Energy Dynamic Index. Neu an den „Updates“ für den GSCI ist, dass indexorientierte Rohstoffinvestment nach Angaben von Goldman Sachs mit einer regelgebundenen Optimierungsstrategie verbunden wird. „Der strategische Ansatz der neuen Indexreihe basiert auf statistischen Modellen, die einen Zusatzertrag durch effizientes ,Rollen’ unter Berücksichtigung der Verläufe der Terminmarktkurve möglich machen“, teilt der Emittent mit. Sprich: Die neuen Indizes sind nicht mehr statisch wie ihr Vorgänger, sondern dynamisch. Ziel: Eine Überrendite gegenüber dem GSCI zu erwirtschaften.

Der GSCI rollt zwischen dem 5. und 9. Handelstag eines Monats von den am kürzesten laufenden in den nächst länger laufenden Futurkontrakt. Will man den Rohstoff nicht physisch geliefert haben, ist das Rollen im Grunde unvermeidbar. Rollt man statisch, wie hier, ergeben sich auch zwangsläufig Risiken. Gefürchtet: Backwardation. Das bedeutet, dass der kürzer laufende Futurekontrakt, also der Kontrakt, der demnächst eingelöst werden kann, unter dem länger laufenden notiert. In der Zukunft muss also mehr für einen Rohstoff gezahlt werden und das bedeutet beim Rollen – gerollt werden muss ja – zwangsläufig Verluste. Ist die Situation umgekehrt, der kurzlaufende Kontrakt wird unter dem langlaufenden gehandelt, winken Rollgewinne. Wer clever rollt, kann also auch mehr Gewinn einstreichen. Hinzu kommt zudem, dass einige Rohstoffe saisonalen Schwankungen unterliegen. „Dieses Preisverhalten wird bereits von den Marktteilnehmern antizipiert und spiegelt sich somit in den Terminpreisen. So zeigt beispielsweise Erdgas jedes Jahr einen erheblichen nachfrageinduzierten Preisanstieg in den Monaten März bis Oktober“, führen die Experten von Goldman Sachs als Beispiel auf.

Weil die Rollerträge je nach Rohstoff sich durchaus stark unterscheiden, werden die jeweiligen Besonderheiten bei den Dynamics-Indizes berücksichtigt. Gerollt wird nicht mehr statisch, sondern zu unterschiedlichen Zeiten. Durch das dyamische Rollen können negative Rollrenditen schließlich verringert werden. Dabei werden vereinzelte Rohstoffe nicht mehr monatlich, sondern alle zwei Monate gerollt. Beim Rollen werden den Angaben zufolge zudem saisonale Besonderheiten berücksichtigt. „Aufgrund der fundamentalen Besonderheiten der Anlageklasse Rohstoffe konnten in einer vergangenheitsorientierten Analyse verschiedene Stärketrend identifiziert werden, die in der Historie zu einer deutli

chen Mehrrendite bei reduzierten Kursschwankungen relativ zum GSCI Gesamtindex geführt haben. Hierdurch konnten Erweiterungen des bestehenden GSCI Indexkonzepts definiert und festgelegt werden, die auch zukünftig eine risikoadjustierte Überrendite ermöglichen könnten“, teilt Goldman Sachs mit. Zu dem Konzept gehören regelbasierte Algorithmen. Auf deren Basis werden die zugrunde liegenden Futureskontrakte vor Fälligkeit und innerhalb von fünf GSCIHandelsarbeitstagen gerollt.

Produkte auf die „dynamischen“ Ableger des GSCI®

Auf GSCI Dynamic Index gibt es bisher nur Zertifikate. Goldman Sachs hat hierauf 2006 das Open-End-Zertifikat auf S&P GSCI® Dynamic ER Index (WKN: GS0HHY) auf den Markt gebracht. Das Produkt ist währungsgesichert. Hierfür wird eine Quantogebühr von einem Prozent p.a. fällig. Der Spread liegt bei 0,66 Prozent. Das Open-End-Zertifikat auf S&P GSCI® Dynamic Index (WKN: GS0HHX) ist die Variante ohne Währungsabsicherung. Hier wird eine Managementgebühr von 1,6 Prozent p. a. fällig. Der Spread liegt bei 0,61 Prozent

Auf den GSCI Dynamic Light Energy Index existieren Zertifikate und ein ETF.

Zertifikate auf den GSCI® Dynamic Light Energy Index

Neben Indexzertifikaten ohne Laufzeitbegrenzung bietet Goldman Sachs hier auch zwei Bonuszertifikate an. Die Barriere bei dem Produkt mit der WKN: GS1DNB wurde bereits berührt. Bei dem Bonuszertifikat mit der WKN: GS72X3 ist die Barriere noch intakt. Diese liegt bei 70 Prozent des Referenzpreises. Zudem gibt es das währungsgesicherte Open-EndZertifikat auf S&P GSCI® Dynamic Light Energy ER Index (WKN: GS0HHW) mit einer Quantogebühr von einem Prozent p. a. und einem Spread von 0,64 Prozent. Ebenfalls im Angebot hat Goldman Sachs das Open-EndZertifikat auf S&P GSCI® Light Energy Dynamic TR Index (WKN: GS0HHT). Es ist währungsgesichert. Fällig werden 1,5 Prozent Managementgebühr p.a. Der Spread liegt bei 0,55 Prozent. Das Open-End-Zertifikat auf S&P GSCI® Light Energy Dynamic TR Index mit der WKN: GS0HHV ist nicht währungsgesichert. Die Managementgebühr liegt bei 1,6 Prozent.

ETFs auf den GSCI® Dynamic Light Energy Index

EasyETF, die ETF-Plattform der BNP Paribas, führt einen ETF auf den den GSCI® Dynamic Light Energy Index. Der EasyETF S&P GSCI TM Light Energy Dynamic TR (ISIN: LU0309198074) wurde am 11. Juni 2007 aufgelegt. Der ETF ist thesaurierend. Die Managementgebühren liegen bei 0,30 Prozent. 

 

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