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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 21.03.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 21.03.2012:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

„The Best and the Rest“

Das ist unsere Strategie für die laufende Börsenrally. Sie bedeutet Fokussierung auf die Unternehmen, die in ihrer Branche nicht nur dominieren, sondern die Konkurrenz fast komplett verdrängen. Gleichzeitig sind sie überdurchschnittlich profitabel und generieren sehr hohe Überschüsse.

 

Apple ist dafür das Paradebeispiel. Totale Dominanz durch iPhone und iPad lassen so gut wie keine Konkurrenz im Markt zu. Dabei handelt es sich um ein absolu- tes Premiumprodukt. Daraus entsteht ein extrem hoher Überschuss, der in riesigen Barreserven aufgehäuft wird. Eine solche Dominanz hat es früher nur selten gegeben. Man erinnert sich vielleicht an Microsoft und Intel in den 90er Jahren, denen fast schon eine Monopolstellung unterstellt wurde. Der Kursverlauf von Apple zeigt, wie die Börse dieses Konzept honoriert.

Für die deutschen Autohersteller gilt das Gleiche. Mit den Toppmarken do- minieren sie die Autokonjunktur und deklassieren weltweit die Konkurrenz. Nicht nur in Technologie, sondern auch in Marktanteilen, und auch hier in überdurchschnittlichen Margen und Profitabilität. VW stellt dabei alle in den Schatten und wird dies mit seiner Strategie, die konsequent auf Premiummarken setzt, fortführen. Auch hier gibt es die entsprechende Bewertung durch die Börsen.

Im Luxussegment sind es die Topwerte LVMH, Nike, Adidas etc. Alles Toppmarken, die völlig konjunkturunabhängig weltweit wachsen und die Konkurrenz fast komplett verdrängen. Ungewöhnlich auch hier der hohe Marktanteil bei gleichzeitig extrem hoher Profitabilität.

In den 60er Jahren gab es in den USA schon einmal die „Nifty Fifty“. Das waren 50 US-Wachstumskonzerne, die ihre Branchen dominierten und auch als Lieblinge der Börsen entsprechend bewertet wurden. Alles andere war unter ferner liefen. Dieses Konzept lief bis in die früher 80er Jahre. Die Adressen von damals sind heute zum Teil vergessen, aber das Prinzip bleibt das Gleiche. Vereinfacht ausgedrückt:

Wer den höchsten Marktanteil, höchste Profitabilität und Liquidität vorweist, be- kommt die höchste Bewertung. Nach den letzten Krisenjahren ist diese Bevorzugung an den Börsen logisch. Für den Anleger ist sie leicht nachvollziehbar und wir werden unsere Selektion auch daran orientieren.

Spannend wird diese Frage in Bezug auf die Banken. Wer wird hier zu den künftigen Toppadressen zählen und wer bleibt links liegen? In den USA hat dieser Selektionsprozess schon begonnen. In Europa wird er folgen.

Nach der Krise dominieren eine Handvoll Konzerne die Börsentendenz. Das sind laufende Trends, auf die wir auch weiter setzen. Zwar ist die Verlockung, auf Nachzügler zu setzen, groß, und kann auch als Beimischung im Portfolio erwogen werden, aber die Fokussierung sollte auf der Selektion der neuen Trendwerte basieren. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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