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Veröffentlicht von Redaktion am 01.03.2012

Sudoku

Sudoku

Die Parlamentarier mussten sich die Möglichkeit, im Bundestag ein Tablet nutzen zu dürfen, erst erkämpfen. Als der Abgeordnete Jimmy Schulz (FDP) im Juni des Jahres 2010 erstmals ein iPad einsetzte, um seine Rede abzulesen, setzte es eine Rüge seitens des Bundestagspräsidenten. Seitdem die Vorschriften gelockert wurden, sind iPad & Co. im Plenarsaal häufiger zu beobachten.

 

Wir unterstellen, dass die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten sich der neuen technischen Errungenschaft bedient, um sich Informationen zu beschaffen, die sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeit unter- stützen. Auch Bundesfinanzminister Schäuble konnte nicht widerstehen und nutzte während der Debatte, die der Zustimmung des Parlaments zu einer weiteren Finanzhilfe für Griechenland vorausging, eifrig sein iPad. Der geneigte Zuschauer konnte den Eindruck gewinnen, das hier noch einmal mit spitzem Bleistift Zahlen nachge- rechnet und Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet werden.

Weit gefehlt: Der Minister war auf der Suche nach Zerstreuung und widmete sich dem Logikrätsel Sudoku. Wer jetzt einen Skandal wittert und auf Konsequenzen wartet, dem sei zur Beruhigung geraten. Sudoku-Rätseln wird nachgesagt, dass Sie das Gehirn trainieren und die Fähigkeit zum analytischen Umgang mit Zahlen schärfen. Womit der Bezug zur Tätigkeit des Finanzministers auch schon hergestellt wäre. Noch Fragen? 

 


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