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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 16.01.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 16.01.2014:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Setzen Sie auf kleinere mittelständische Investitionsgüterhersteller aus der zweiten und dritten Reihe

Es gibt mehrere Anzeichen für eine positive Trendwende im europäischen Investitionszyklus. So konnten zum Jahresende in der deutschen Industrie kräftige Zuwächse bei Produktion und Auftragseingängen verbucht werden. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stieg im Dezember auf 54,3 Punkte, was dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren entspricht. Viele Unternehmen sprechen von einem regelrechten Auftragsschub bei Investitionsgütern. Daraus folgt: Das niedrige Zinsniveau entfaltet nun seine logische Wirksamkeit. Bei niedrigen Zinsen werden mehr Projekte rentabel und somit steigt auch die Investitionsnachfrage. Welche Aktien werden von diesem Trend profitieren?

GILDEMEISTER bzw. DMG MORI SEIKI (WKN: 587 800; 25,41 €) ist der Profiteur Nummer Eins im MDAX. Die neue Namensgebung zeigt bereits den zukünftigen Weg auf. Bis 2020 werden Gildemeister und Mori Seiki komplett fusioniert sein. Wenn die Nummer Eins im Werkzeugmaschinenbau mit der Nummer Drei fusioniert bzw. eng kooperiert (Weltmarktanteil zusammen rund 17 %), sind positive Auswirkungen auf die Marge die logische Folge.

Prognoseerhöhung sollte folgen. Brancheninsider rechnen damit, dass DMG Mori Seiki zweistellig beim Umsatz in 2014 zulegen und die Prognosen in den nächsten Wochen erhöhen wird. Durch einen möglichen Anstieg der operativen Marge um über ein Viertel Richtung 10 % dürfte der Gewinn von Gildemeister 2014 regelrecht explodieren und bereits an der 2 €-Marke kratzen. 2015 sollte die zweistellige Gewinndynamik anhalten. Das 2015er KGV taxen wir Richtung 10.

Bilanziell eine Augenweide. Einst ein Sorgenkind mit chronisch niedriger Eigenkapitalquote und hoher Verschuldung, hat man sich bilanziell um 180 Grad gedreht. Eigenkapitalquote inzwischen rund 54 %, nettobankschuldenfrei sowie eine geschätze Nettoliquidität von rund 350 Mio. € (rund 18,5 % der Marktkapitalisierung bzw. 4,60 € je Aktie).

Fazit: Die Analysten von Montega haben das Kursziel zuletzt bereits auf 33 € hochgesetzt. Dem folgen wir. 50 % der Investitionssumme sollte sofort eingesetzt werden. In einer möglichen Markt-Korrektur Richtung Februar/März könnte die Position komplettiert werden.

Im SDAX steht KION (WKN: KGX 888; 30,35 €) vor richtig guten Zeiten. Beim Gabelstapler- Hersteller wurden zuletzt die Gewinnprognosen der Analysten aufgrund des verbesserten Investitionsklimas angehoben. Die Auftragszahlen haben zuletzt sehr überzeugen können. Bis 2020 will Kion an die Weltspitze vordringen und besonders das Geschäft in China (Umsatzanteil derzeit rund 8 %) stark ausbauen. Nirgendwo wächst das Geschäft schneller als in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft, das ein Viertel des Weltmarktes für Gabelstapler ausmacht. Durch die neue Kooperation mit dem chinesischen Ankerinvestor Weichai Power eröffnen sich hier große Chancen. Insgesamt stellt sich die Situation wie folgt dar: Zweistelliges Wachstum in den USA und in China, Stagnation in Europa. Letzteres könnte sich jedoch ändern. Viele Indikatoren sprechen dafür. Mittelfristig plant Kion ein Umsatzwachstum von 5 % jährlich ein, bei verbesserten Margen. Das KGV von 13 per 2014 und 11 per 2015 entspricht in etwa der Bewertung von Gildemeister. Das Management prognostiziert sehr konservativ, so dass auch hier eine Prognoseerhöhung seitens des Unternehmens möglich erscheint.

Fazit: Wir sehen per 2014 rund 20 bis 25 % Potenzial. Platzierungen der Großaktionäre belasten zwar kurzfristig den Kurs. Gleichzeitig erhöhen sich aber die Chancen auf einen Aufstieg in den MDAX. Die Aktie sollte 2014 besser laufen als der Gesamtmarkt. Um 30 € kaufenswert.

Weitere Alternativen: Auch die Dt. Bank setzt auf die Hersteller von Investitionsgütern. Genannt werden hier auch Titel wie Krones oder Dürr. Bei dem Getränkeabfüllspezialisten Krones wird mit starken Zahlen für das vierte Quartal 2013 inklusive einer Sonderdividende gerechnet. Der Gewinn sollte 2014 um mindestens 15 % zulegen können. Bei dem Autolackieranlagenhersteller Dürr dürfte sich das zweistellige Umsatz- und Gewinnwachstum ebenfalls fortsetzen. Allerdings sind die Bewertungen beider Titel mit KGV´s von 15 bzw. 16 per 2014 schon vorausgeeilt. Dennoch schließen wir eine Fortsetzung der Aufwärtstrends nicht aus. Der Nachrichtenfl uss wird positiv bleiben.

Auch eine Reihe von Technologieunternehmen gelten als Profiteure einer steigenden Nachfrage nach Investitionsgütern. Die Dt. Bank nennt hier Werte wie Adva Optical, Aixtron (möglicher Turn-around), Bechtle, Drillisch, Kontron (Turn-aroundkandidat), LPKF Laser (s. Lupe AK 50/13), Jenoptik, Pfeiffer Vacuum (s. AK 46.13) sowie QSC (s. AK 39.13).

Ergänzend dazu ist noch die BASLER AG (WKN: 510 200; 30,77 €) zu nennen. Der Produzent von Industriekameras wächst derzeit mit einer Umsatzdynamik von 17 % und einer Gewinndynamik von über 30 %. Dies rechtfertigt auch das KGV von 16 per 2014.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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