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Veröffentlicht von Redaktion "PortfolioJournal" am 25.06.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 25.06.2010:

Börsenbrief PortfolioJournal
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S-BOX China Solar – 10mal Sonne satt

Mit einem Zertifikat der Deutschen Bank können Anleger auf die Kursentwicklung der erfolgreichsten zehn chinesischen Solar-Konzerne setzen. Wer in chinesische Solaraktien investieren möchte, sollte auf jeden Fall den Index S-BOX China Solar Performance im Auge behalten, denn bisher ist das von der Deutschen Bank ausgegebene Zertifikat auf den Index die einzige Möglichkeit, von Europa aus in ausschließlich chinesische Solarwerte zu investieren.

Bei allen 16 Endrundenspielen der WM ist eine blau-orange Bandenwerbung allgegenwärtig: Der chinesische Solarzellenhersteller Yingli Solar, Nummer Fünf der Weltrangliste, stellt sein über die vergangenen Jahre erworbenes Selbstbewusstsein für viel Geld und stolz zur Schau. Mit 33 Prozent Weltmarktanteil 2009 hat der Photo - voltaik-Produzent China dem einstigen Solar-Vorreiter Deutschland (19 Prozent) und Japan (16 Prozent) den Rang abgelaufen. Sechs der 20 weltweit größten Solarzellenhersteller kommen aus China. WM-Sponsor Yingli hat direkt hinter dem deutschen Riesen Q-Cells auf Platz Vier den Blinker gesetzt, um auf die Überholspur zu ziehen. Davor liegen nur noch der japanische Elektronik - konzern Sharp, der chinesische Yingli-Mitbewerber Suntech und der weltgrößte Hersteller First Solar aus den USA. Den Durchmarsch auf den Weltmarkt haben die Hersteller aus dem Reich der Mitte mit Kampfpreisen geschafft: Effiziente Produktionstechnik, geringe Lohnkosten – Yingli- Chef Miao Liansheng zahlt seinen Arbeitern rund 300 Euro im Monat – im Verbund mit staatlichen Hilfen wie günstige Kredite und Grundstücke bringen den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung. So sind die chinesischen Solar - produkte zu einem Preis zu haben, der zwischen 15 und 30 Prozent niedriger liegt als der von qualitativ ähnlichen Produkten aus Deutschland oder Japan. Während für Deutschlands Solarriesen aufgrund der Verschärfung des globalen Wettbewerbs aller Voraussicht nach die fetten Jahre vorbei sind, rechnet die Schweizer Bank Sarasin nach aktuellen Einschätzungen mit weltweiten Wachstumsraten des Photovoltaik-Markts bis 2012 zwischen 45 und 50 Prozent. Nach der globalen Stagnation in 2009 würden insbesondere Kostenreduktion, niedrigere Modulpreise, Effizienzsteigerung und der Ausbau der Vertriebskanäle zum Aufschwung beitragen. Künftige Wachstumstreiber seien vor allem China, Indien und die USA. Für diese Märkte kalkulieren die Sarasin-Analysten Steigerungsraten von bis zu 130 Prozent jährlich. In Europa hingegen werde das jährliche Wachstum bis 2012 bei rund 14 Prozent liegen. Die Deutsche Bank hat angesichts dieser vielversprechenden Aussichten ein Zertifikat auf den S-BOX China Solar Performance-Index aufgelegt. Der Index bildet die Kursentwicklung der größten chinesischen Solar- Unternehmen ab. Enthalten sind maximal 10 Mitglieder, die nach Marktkapitalisierung gewichtet werden; bei einem Minimumgewicht von 2 Prozent und einer Gewichtungs - beschränkung bei 15 Prozent. Anpassungen finden im halbjährlichen Rhythmus statt. Die Berechnung erfolgt als Performance-Index in Euro (zur Zusammensetzung siehe untenstehenden Kasten). Mit dem Zertifikat der Deutschen Bank (WKN: DB2CSL / ISIN: DE000DB2CSL4) können sich auch hiesige Anleger in voller Breite in diesen Zukunftsmarkt einkaufen. Das Openend- Produkt ist seit 2007 auf dem Markt, das Bezugsverhältnis liegt bei 1:10. Anleger sollten das Währungsrisiko im Auge behalten – es handelt sich um kein Quanto-Zertifikat. Das FactSheet zum Zertifikat können Sie hier herunterladen: http://www.xmarkets.de/DE/showpage. asp?pageid=84&inrnr=395&pkpnr=197156&inwpnr=8 Fazit: Die Schwäche der europäischen Wirtschaft und die Eurokrise lassen chinesische Solarunternehmen nicht unbehelligt. Europa steht für 73% der weltweiten Nachfrage von Solarmodulen (Stand: 2009) – und nun droht auf diesem wichtigsten Markt eine neue Subventions-Kürzungswelle. Chinesische Hersteller werden aufgrund der günstigen Preise für ihre Produkte jedoch weiter auf dem Weltmarkt gefragt sein. Zudem steigt die Nachfrage im chinesischen Inland. Im Reich der Mitte werde sich der Photovoltaik-Markt binnen eines Jahres mindestens verdoppeln, so die Erwartung der dortigen Solarverbände. Als sicher gilt, dass Chinas steigende Nachfrage im Solarsektor dem aktuell dominierenden Markt in Westeuropa Anteile abnehmen wird. Anleger dürften deshalb weiterhin gut beraten sein, sich – diversifiziert – in den chinesischen Solarmarkt einzukaufen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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