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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 15.05.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 15.05.2012:

Börsenbrief trading kompakt
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Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2012

Russland – Reif für einen Rebound

Trotz des jüngsten Ölpreis-Rückgangs punktet Russland nach wie vor mit guten Konjunkturaussichten. Zudem sind russische Blue Chips sehr günstig bewertet. Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, mit Long-Zertifikaten auf eine Erholung des RDX zu setzen.

 

Im ersten Quartal 2012 konnten Anleger mit russischen Aktien respektable Gewinne erzielen. Schließlich ist der in Euro berechnete Russland-Index RDX seit Jahresbeginn in der Spitze um 26,3% auf 1.653 Punkte gestiegen. Seither hat dieses Kursbarometer, das sich aus den liquidesten an der Londoner Börse gelisteten Global Depositary Receipts (GDRS) russischer Unternehmen zusammensetzt, deutlich korrigiert. Am zurückliegenden Freitag (11.05.2012) notierte der RDX zum Handelsschluss leicht unter der 1.400-Punkte-Marke. Die scharfe Korrektur dieses Index ist auf die erneute Verunsicherung der Marktteilnehmer zurückzuführen. Viele von ihnen gehen davon aus, dass sich die Weltwirtschaft mittelfristig abkühlen wird und ziehen deshalb einen Teil ihres Kapitals von den Aktienmärkten ab.

Starkes Wirtschaftswachstum

Zwar hat sich das Chartbild des RDX jüngst eingetrübt, aber unter fundamentalen Aspekten überzeugt Russlands Aktienmarkt nach wie vor mit einem guten Chance/Risiko-Verhältnis. Zum einen, weil die Wirtschaftsleistung des weltweit größten Landes in diesem Jahr Analystenschätzungen zufolge um 4% wachsen wird. Und zum anderen, weil russische Blue Chips wie zum Beispiel Lukoil und Gazprom basierend auf den Gewinnschätzungen für 2012 derzeit mit einstelligen KGVs bewertet sind. Ein Manko ist jedoch Russlands Abhängigkeit von Rohstoffexporten – 70% aller Ausfuhren des Landes entfallen auf Öl, Gas und Metalle. Deshalb will die Regierung die Wirtschaft diversifizieren. Es werden jedoch mehrere Jahre vergehen, bis die ersten Erfolge dieser Strategie erkennbar sind. Vorteilhaft war in diesem Zusammenhang der Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember 2011. Denn infolge der Anerkennung der WTO-Prinzipien ist das Riesenreich für ausländische Investoren attraktiver geworden. Und mit dem Kapital und dem Know-how aus dem Ausland kann die Diversifikation der Wirtschaft zügig vorangetrieben werden.

Deutlicher Rückgang der Inflation

Kurzfristig stehen die Chancen für einen Rebound des RDX gut. Denn der Ölpreis ist in den vergangenen Wochen nur leicht zurückgekommen, weshalb Russlands Konjunktur nach wie vor floriert. Positiv zu werten ist zudem der Rückgang der Inflation von 9,0% im Juli 2011 auf 3,7% im März 2012. Unter charttechnischen Aspekten erwähnenswert ist die Unterstützungszone des RDX zwischen 1.300 und 1.350 Punkten. Von großer Bedeutung ist zudem die aktuell bei 1.432 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie. Gelingt dem RDX der Sprung über diesen gleitenden Durchschnitt, würde dadurch ein Kaufsignal generiert werden. Dies könnte schon in Kürze der Fall sein, weswegen risikofreudige Trader jetzt ein Long-Zertifikat auf den RDX ordern sollten.

Zwei RDX-Hebelpapiere für mutige Naturen

KaufenswertistbeispielsweiseeinvonderRoyal Bank of Scotland emittiertes Long-Zertifikat auf den RDX (WKN: AA1YJJ), dessen Knock-out-Schwelle bei 872 Punkten liegt. Der Hebel dieses Finanzprodukts beträgt derzeit 2,2. Eine Alternative dazu ist ein von derselben Bank emittiertes Long-Zertifikat auf den RDX (WKN: AA111P), das mit einer Knock-out-Schwelle bei 1.066 Punkten ausgestattet ist. Dank eines Hebels von aktuell 3,0 können Anleger mit diesem Zertifikat einen üppigen Gewinn erzielen, sofern der RDX moderat steigt. Ein Wermutstropfen ist die Tatsache, dass beide Produkte an der Börse mit einem relativ hohen Spread gehandelt werden.

Drei nervenschonende RDX-Anlagezertifikate
Konservative Anleger können ein ungehebeltes Partizipations-Zertifikat auf den RDX (WKN: CB77TL) von der Commerzbank kaufen. Dieses Papier wird mit einem Spread von nur 0,04 Euro gehandelt und bildet die Entwicklung des Basiswerts im Verhältnis eins zu eins ab. Einen Gewinn erzielt man mit diesem Zertifikat natürlich nur dann, wenn der Basiswert steigt. Anders ist dies bei einem Capped Bonuszertifikat auf den RDX (WKN: AA4C02) von der Royal Bank of Scotland. Damit lässt sich bis Ende dieses Jahres eine Rendite von rund 7% erzielen, sofern der Russland-Index während der Laufzeit nie die 850-Punkte-Marke erreicht oder unterschreitet. Ein weiteres Capped Bonuszertifikat auf den RDX (WKN: AA4C03) von derselben Emittentin wird erst im Juni 2013 fällig. Dann erhalten die Besitzer dieses Finanzprodukts 17,00 Euro pro Zertifikat, sofern das Underlying während der Laufzeit nie auf oder unter 900 Punkte fällt. Basierend auf einem Briefkurs von 14,71 Euro (Stand: 11.05.2012) errechnet sich für das zuletzt genannte Bonuspapier eine Rendite von 15,6%. Ebensolche lässt sich dank des großen Risikopuffers ohne Nervenkitzel erzielen. Daher überrascht es nicht, dass die Experten des Berliner Analysehauses Scope diesem Zertifikat eine hervorragende Qualität bescheinigen.

Rosneft-Bonuspapier mit großem Risikopuffer
Ein chancenreiches Investment ist auch ein währungsgesichertes Capped Bonuszertifikat auf die Rosneft-Aktie (WKN: CK65XE) von der Commerzbank, das mit einer Barriere bei 5,00 US-Dollar ausgestattet ist und im Dezember

2012 fällig wird. Aus Anlegersicht interessant ist, dass der Anteilsschein des staatlichen Ölproduzenten seit Mitte Juli 2009 stets über der 5-Dollar-Marke notierte. Zuletzt lag der Aktienkurs bei 6,66 US-Dollar und somit deutlich über dem Niveau der Barriere des Zertifikats, dessen Bonusrendite aktuell 11,3% beträgt. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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