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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 24.08.2010

Made in Germany ist in - es lebe der Export!

Made in Germany ist in - es lebe der Export!

Die deutsche Wirtschaft hat weltweit eine Ausnahmestellung. Aufgrund der ausgeprägten Exportlastigkeit brummt die Konjunktur auch dann, wenn die Nachfrage aus den Ländern stimmt, in die deutsche Unternehmen ihre Waren und Dienstleistungen liefern.

Auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres ließ sich dieses Phänomen beobachten. Obwohl auch die Inlandsnachfrage sehr ordentlich ausgefallen ist, kam ein weiterer Schub in den vergangenen drei Monaten einmal mehr aus dem Ausland. Mit 0,8 % trugen die Exporte zum BIP-Wachstum im zweiten Quartal bei. Das Bruttoinlandsprodukt zog insgesamt um 2,2 % an. Das Exportvolumen stieg um 8,2 % und wies damit den stärksten Zuwachs seit der Wiedervereinigung auf. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Unternehmen ist inzwischen wieder auf das durchschnittliche Niveau der vergangenen Jahre zurückgekehrt. Nach einer Atempause im sehr harten Winter kam insbesondere die Bauwirtschaft wieder auf Touren. Die Investitionen in diesem Sektor kletterten um 5,2 Prozent. Viel Geld steckten die Unternehmen auch in die Anschaffung neuer langlebiger Güter wie Fahrzeuge und Maschinen. Die entsprechenden Anbieter hatten einen Zuwachs von 4,4 Prozent zu verzeichnen. Ein Wermutstropfen ist die Entwicklung der Verschuldung. Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs lag das deutsche Haushaltsdefizit in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 bei 3,5 % und damit erneut über der im Maastricht-Vertrag festgelegten Obergrenze von 3 %.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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