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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 19.03.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 19.03.2010:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Lösung für Griechenland mit Sinn

Griechenland könnte den Euro auf Zeit aufgeben Endlich! Gott sei Dank! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich soeben das heute im Focus erschienene Interview mit Prof. Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo- Instituts, gelesen habe. Endlich wird Klartext über die möglichen künftigen Entwicklungen in Griechenland gesprochen. Bislang habe ich unzählige Erläuterungen dessen gelesen, was alles keine Lösung wäre. Die EU-Länder dürfen Griechenland nicht helfen. Griechenland dürfe nicht in eine Krise stürzen, denn sonst besteht dort die Gefahr von Aufständen, vielleicht sogar einer Revolution. Griechenland dürfe nicht verarmen, sonst kämen alle Griechen in andere EU-Länder zum Arbeiten. Und, und, und...

...und die harten Sparmaßnahmen der griechischen Regierung werden das Wirtschaftswachstum einschränken und werden zu einer tödlichen Abwärtsspirale führen. Und immer, wenn jemand sagte, dann müsse Griechenland halt den Euro abgeben, wurde entgegnet, dass man Griechenland nicht dazu zwingen könne. Aber, und genau diesen Punkt führt Prof. Sinn endlich weiter aus, man kann Griechenland davon überzeugen, freiwillig den Euro auf Zeit abzugeben und vorübergehend wieder mit Drachmen zu zahlen. Und das, so Sinn sinngemäß, sei der einzig gangbare Weg. Ich möchte hinzufügen, dass ich schon eine Vielzahl von Lösungsvorschlägen in den vergangenen Wochen gelesen habe. Aber keiner war plausibel genug, um ihn Ihnen vorzustellen. Der von Sinn vorgeschlagene Weg ist der erste und bislang einzige, der in meinen Augen umsetzbar ist. Am besten Sie lesen sich seine Argumente selbst einmal durch, über den folgenden Link können Sie den Artikel aufrufen: http://www.heibel-ticker.de/empfehlung.php?id=71 Ich glaube, es ist nun nur noch eine Frage von wenigen Wochen bis Griechenland die Hilfe des IWF in Anspruch nimmt und über die vorübergehende Einführung der Drachmen eine kräftige Abwertung der sodann neuen Währung vornehmen wird. Wie auch immer die Geschichte ausgehen mag, das Griechenland- Desaster hat eindeutig die Schwächen der einen Euro-Währung aufgezeigt. Das Image des Euro, genauso stabil wie die D-Mark zu sein, ist damit angekratzt und wenngleich die deutschen Anleihen mit extrem niedriger Rendite gehandelt werden (nahe am Allzeittief von 2,71%, was das große Vertrauen in Deutschland wiederspiegelt), so fällt gleichzeitig der Wechselkurs der Euro-Währung.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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