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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 18.05.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 18.05.2012:

Börsenbrief zertifikate kompakt
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Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Keine Spur von Krisenangst oder Börsenkorrektur – Die geheimen Gewinner in Europa

Die europäischen Börsen haben zwei harte Wochen hinter sich. Die Sorgen um Griechenland, den sinkenden Euro und die Unsicherheiten über die Banken lassen die Märkte auf dem alten Kontinent erzittern. Aber selbst in einem so volatilen Jahr gibt es einige Länder, deren Börsen tolle Gewinne aufweisen.

 

Die letzten zwei Monate, vor allem die vergangenen zwei Wochen, waren keine schöne Zeit für Börsianer. Die Börsen rund um den Globus befinden sich in einer ausgeprägten Korrekturbewegung. Die Gründe reichen von durchwachsenen Wirtschaftsdaten aus den USA bis zu neuen Sorgen um das Wachstum der chinesischen Wirtschaft. Im Zentrum steht jedoch die Schuldenkrise in Europa. Dabei wurden die Unsicherheiten auf dem alten Kontinent durch die jüngsten Wahlergebnisse in Frankreich und vor allem in Griechenland noch verstärkt. Inzwischen preisen die Devisenmärkte bereits einen Austritt Griechenlands aus dem Euro ein. 

Europa im Abwärtssog

Die meisten europäischen Börsen haben im bisherigen Jahresverlauf schon wieder deutliche Verluste einfahren müssen. So hat der EURO STOXX 50 im Jahr 2012 fast 6% an Wert verloren. Selbst der Schweizer Markt, oftmals als Fels in der Brandung wahrgenommen, liegt 2012 im Minus. Der Schweizer Leitindex hat seit Anfang Januar gut 1% verloren.

Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Börsen ist dieses Minus sogar noch zu vernachlässigen. Bei den südeuropäischen Märkten sieht es deutlich schlechter aus. Der portugiesische Markt sackte im laufenden Jahr um knapp 12% ab. Die italienische Börse ist um fast 13% eingebrochen.

Die geheimen Gewinner

Der ohnehin schon stark gefallene Aktienmarkt in Griechenland gehört auch 2012 wieder zu den größten Verlierern. Der griechische Leitindex ASE notiert im laufenden Jahr über 17% im Minus. Noch stärker hat es jedoch Spanien erwischt. Der spanische Leitindex IBEX kam sogar mit einem Minus von 22,6% unter die Räder.

Randmärkte wie Zypern haben sogar fast 40% in den letzten fünf Monaten verloren. Das fällt deutschen Anlegern nur nicht auf, da sich der DAX 2012 exzellent entwickelt hat. Die Gründe sind bekannt: Deutsche Firmen erwirtschaften dank starker Exporte nach Asien und solidem Kostenmanagement steigende Gewinne. 

 

Jetzt kommt auch noch der niedrige Euro hinzu, der als weitere positive Antriebsfeder für den wichtigen Exportsektor wirkt. Doch es gibt neben Deutschland auch noch einige andere Gewinner in Europa, die Anleger auf dem Schirm haben sollten. Mit deren Hilfe kann man ein exzellentes Europa-Portfolio aufbauen, ohne sich den Risiken der südeuropäischen Märkte auszusetzen.

Island, Dänemark und Irland ...

Bei diesen Börsen handelt es sich allerdings um kleinere Märkte. Deshalb hört man über die guten Entwicklungen dieser Börsen nichts. So haben sich die skandinavischen Märkte weitgehend unbemerkt sehr gut gehalten. In Schweden notiert der dortige Leitindex OMX 30 trotz der Turbulenzen in Europa leicht im Plus. Die Börse des kleinen Dänemarks hat sich im laufenden Jahr sogar deutlich besser entwickelt als der DAX und gehört zu den zehn besten Börsen der Welt. Der dänische Leitindex OMX 20 ist 2012 um beeindruckende 11% anstiegen – fast doppelt so viel wie der DAX.

Noch stärker konnte die Mini-Börse in Island zulegen. Der Leitindex ICEX ist im Jahr 2012 sogar um über 18% angestiegen. Die Kursanstiege basieren vor allem auf Gerüchten, dass Island ein Rating-Upgrade erhalten könnte. Dieser Kursanstieg ist also sehr spekulationsgetrieben. Daher eignet sich die Exotenbörse in Island nicht für ein Investment.

... überzeugen mit Jahresgewinnen

Auch Irland liegt im Jahr 2012 mit über 5% im Plus und ist damit nur knapp hinter dem DAX die fünftbeste Börse in Europa. Tatsächlich gehören irische Nebenwerte mit einem Jahresgewinn von über 20% sogar zu den besten Aktien überhaupt.

Das Salz in der Suppe ist die Türkei. Der türkische Aktienmarkt gehört im laufenden Jahr zu den großen Gewinnern in Europa. Der ISE 30-Index konnte 2012 entgegen aller Volatilitäten satte 11% zulegen. Trotzdem sind türkische Aktien weiterhin spottbillig.

Denn aufgrund der hohen Gewinndynamik der Unternehmen am Bosporus besitzt der türkische Markt lediglich ein Kurs/GewinnVerhältnis (KGV) von rund neun. Damit ist die Türkei der billigste Aktienmarkt in Westeuropa, besitzt aber gleichzeitig das höchste Wirtschaftswachstum.

 

Österreich ist eine interessante Alternative
Interessant ist der österreichische Markt. Der ATX hält sich im laufenden Jahr sehr gut und notiert weitgehend unverändert. Damit besitzt Österreich nicht die Dynamik des DAX. Aber im europäischen Vergleich steht der österreichische Markt sehr gut da. Zudem gibt es auf den ATX eine Vielzahl an Zertifikaten.

Für die anderen kleinen Märkte – wie beispielsweise die skandinavischen Länder – gibt es hingegen nur einfache Index-Zertifikate. Damit eignen sich diese Randmärkte vor allem für risikofreudige Anleger, die von mittelfristig steigenden Kursen in Europa ausgehen und deshalb auf Indexprodukte setzen.

Österreich bietet sich hingegen für Investoren an, die eine Seitwärtsbewegung erwarten oder ihr Depot defensiver aufstellen möchten. Denn auf den ATX gibt es auch zahlreiche Discountund Bonuszertifikate, mit denen der Anleger auch in Seitwärtsphasen oder bei moderaten Marktkorrekturen positive Renditen erzielen kann. Deshalb ist der österreichische Markt die erste Adresse für konservativere Investoren. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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