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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 15.06.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 15.06.2012:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

K + S AG platziert erfolgreich Anleihe

Der Düngemittelhersteller K +S AG konnte diese Woche eine Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € und einer Laufzeit von 10 Jahren erfolgreich platzieren. Die Anleihe (WKN:DE000A1PGZ82) hat einen Kupon von 3,00% und einem Emissionskurs von 99,422 % liegt die Rendite bei 3,068 % p.a.

Die Anleihe war dreifach überzeichnet. Der Mittelzufluss dient zur Refinanzierung der im Jahr 2014 fälligen Unternehmensanleihe. Die vorhandene Liquidität und die künftigen Cashflows dienen der Finanzierung des Legacy Projekts in Kanada sowie allgemeinen Unternehmenszwecken.

Das neue 2,4 Mrd. € - Legacy Projekt

"Das Legacy Projekt ist ein bedeutender Schritt zum Ausbau unserer Kalikapazitäten und eröffnet uns die Teilnahme am Wachstum des Weltkalimarktes", so Konzernchef Norbert Steiner. Finanziert soll das Projekt überwiegend aus vorhandenen Finanzmitteln und künftigen Cashflows werden.
Nachdem Ausstieg der BASF AG beträgt der Streubesitz rund 80%, was das Unternehmen zu einem Übernahmekandidat macht. Die Konkurrenten BHP Billiton, Rio Tinto und Vale bauten ihre Marktstellung im Kali/Düngemittelmarkt zuletzt immer weiter aus.

K & S geht davon aus, dass mit den angestrebten Produktionsmengen die Förderung mindestens 55 Jahre lang möglich ist. Bisher hat K+S ausschließlich Kali-Vorkommen in Deutschland, von denen die meisten in 30 bis 40 Jahren erschöpft sein werden.

Das Projekt wird zwar die Bilanz bis 2015 belasten, aber langfristig gesehen stehen die Chancen sehr gut, dass das Projekt „Lagacy“ für K + S ein lukratives Geschäft wird.
Das Kaligebiet liegt ca. 50 Kilometer nördlich der Stadt Moose Jaw in Saskatchewan. Die Gesamtkapazität des Projekts soll bis zum Jahr 2023 auf 2,86 Millionen Tonnen Kaliumchlorid pro Jahr erhöht werden. Mit einem weiteren Ausbau sei dann ca. 10 Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich 4 Mio. Tonnen Kali möglich. Schon im Jahr 2017 soll die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht werden.

Der Produktionsstart ist für 2015 angesetzt. Noch im diesen Jahr sollen die ersten Infrastrukturarbeiten für Wasserversorgung, Elektrizität und Straßenbau sowie erste Bohraktivitäten stattfinden. K+S rechnet damit, dass der Standort schon 2016 einen ordentlichen Gewinn abwerfen wird.

Quartalszahlen erstes Quartal 2012

Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12% auf 1,44 Mrd. € gefallen. Das EBIT (Gewinn vor Steuern) brach um 21% auf 337 Mio. € ein. Dieser deutliche Rückgang ist auf den äußerst milden Winter zurückzuführen – die Geschäftssparte „Salz“ lag hinter den Erwartungen.

K+ S AG – Jahreszahlen 2011

Der Düngemittelhersteller K+S AG legte am Donnerstag die Jahreszahlen 2011 vor. Wegen des milden Winters 2012 musste die Prognose für das laufende Geschäftsjahr revidiert werden.
Dank eines starken Winters 2011 und positiver Preiseffekte konnte der Umsatz um 11% auf 5,15 Mrd. € gesteigert werden.

Das EBIT (Gewinn vor Steuern Zinsen und Abschreibungen) stieg um 28% auf 1,22 Mrd. €.
Nach Steuern blieben 673,60 Mio. € über. Dies lag über den Markterwartungen von 550 bis 600 Mio. €
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr von 1 auf 1,30 € je Aktie auszuheben.

K+S-Vorstandschef Norbert Steiner kassiert die Prognose: "Das Jahr 2012 sollte trotz aller makroökonomischen Unsicherheiten ein erneut gutes Jahr für die K+S Gruppe werden. Das derzeitige Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und sollte in den für uns relevanten Absatzregionen zu einer guten Nachfrageentwicklung bei unseren Düngemitteln führen. Im Salzgeschäft rechnen wir allerdings aufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts mit einem im Vergleich zum überdurchschnittlichen Jahr 2011 deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen. In Summe dürfte der Umsatz der K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2012 stabil bleiben, das operative Ergebnis sowie das bereinigte Ergebnis nach Steuern jedoch vor allem wegen der geringeren Auftausalznachfrage moderat zurückgehen“.

Im 4-Jahres-Chart wurde eine zweite Unterstützungszone eingezeichnet, die zwischen 27,70 und 29,60 € verläuft. Sie sehen, dass selbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise diese hartnäckige Unterstützungszone gehalten werden konnte.

Aktuelle Bewertung

Das Unternehmen wird aktuell mit 5,80 Mrd. € bewertet. Der Jahresgewinn wird aller Wahrscheinlichkeit wieder zwischen 600 und 700 Mio. € liegen. Daraus resultiert ein KGV zwischen 8,28 und 9,66, was einer fairen Bewertung entspricht. Mit der K+S-Aktie sind wir schon immer „gut gefahren“ – hält die Unterstützung im Bereich zwischen 27,70 und 29,60 €, dann werden wir hier wieder aktiv.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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