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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 29.02.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 29.02.2012:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Jede nachhaltige Aktienmarkt-Rally braucht eine Story

Und die heißt in diesem Fall „Amerika“. Was vor einigen Monaten noch ein zartes Pflänzchen war, sprießt inzwischen doch recht deutlich. Die Bausteine der Comeback-Story USA setzen sich weiter zusammen und ergeben inzwischen ein doch sehr rundes Bild. Die USA sind die Lokomotive, der Rest zieht nach. Griechenland wird dabei weitgehend ignoriert. Dabei gilt:

 

Die Amerikaner können sich wieder auf ihre innere Stärke besinnen. In der Außenpolitik macht sich das zuerst bemerkbar. Man hält sich extrem zu- rück. Das gilt auch für den Fall Iran. In früheren Zeiten gab die Außenpolitik oft einen willkommenen Anlass von den inneren Problemen abzulenken. Das ist vorbei. Die Amerikaner tun alles, um ihre Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekom- men - mit Erfolg. In den USA herrscht ohne Frage eine neue Aufbruchstim- mung. Hier die Bausteine:

1. Die Notenbank gibt der Wirtschaft Verlässlichkeit. Bis 2014 wird der Zins nahe Null gehalten. Falls nötig, gibt es ein neues QE3-Programm. Damit ist die Geldpolitik sowohl in den USA als auch in Europa (EZB- Tender nach Redaktionsschluss) auf Expansion geeicht. Dem schließen sich die Chinesen mit der Senkung des Mindestreservesatzes nun nahtlos an.

2. Die amerikanische Konjunktur springt an. Zwar liegt das Wachstum noch spürbar unter dem langjährigen Trend. Die Amerikaner hängen die Europäer jedoch deutlich ab. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Wochen erheblich verbessert. Das Verbrauchervertrauen steigt deutlich an. Gleichzeitig:

3. Milliarden für Hausbesitzer. In der Presse ist das etwas untergegangen. Die Banken sind vor kurzem zu einem Vergleich in der Höhe von 25 Mrd. $ bereit. Es ist der größte finanzielle Schnitt in Amerikas Hypothekensektor seit dem Beginn der Immobilienkrise ab dem Jahr 2007. Damit wird den schwer verschuldeten Kreditnehmern nun ein Teil ihrer Kreditsummen erlassen und so die Zahl der zuletzt horrend gestiegenen Zahl von Zwangsversteigerungen von Häusern und Wohnungen wieder gesenkt werden. Es gibt viele Anzeichen einer Trendwende im US-Immobilienmarkt.

4. „The money comes home.“ Ein freundlicher bzw. fester Dollar ist stets die Begleit- musik für Stärke und Dauer der Konjunkturtendenz in den USA. Die aktuelle Korrektur im Verhältnis zum Euro dürfte kaum nachhaltig sein. Als weltweit wichtigste Handels- und Reservewährung zieht die amerikanische Wirtschaft automatisch Geld und Kapital an. Jeder Staatsfonds in Nahost oder Asien und jeder Hedge-Fund oder großer Dauerinvestor werden wesentliche Investments in der Wall Street landen.

Fazit: Die Börsen werden weiter positiv auf die weltweit expansive monetäre Politik reagieren. Leitbulle ist die USA. Konsolidierungen dürfte es nur in begrenztem Ausmaß geben, da die Investoren weltweit stark in Anleihen über- und in Aktien unterinvestiert sind. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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