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Veröffentlicht von Redaktion "Investmentfonds-Newsletter" am 10.06.2009

ISI Latin America Equities: Lateinamerika wieder im Kommen

ISI Latin America Equities: Lateinamerika wieder im Kommen

Auch die lateinamerikanischen Märkte konnten sich dem weltweiten Absturz der Aktienindizes im vergangenen Jahr nicht entziehen. Doch vor der Krise hatten die lateinamerikanischen Staaten bereits größtenteils ihre finanzpolitischen Hausaufgaben gemacht und die Staatsverschuldung zurückgefahren. Nun sind sie in der Lage, mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft anzukurbeln. Davon haben seit März auch die dortigen Aktienmärkte und damit auch Lateinamerika-Fonds wieder profitieren können.

Ein relativ unbekannter Fonds, der in den letzten Monaten einen steilen Wertzuwachs verzeichnen konnte, ist der ISI Latin America Equities. Aber auch auf mittlere und längere Sicht gehört der Fonds zu den besten seines Sektors.

Der ISI Latin America Equities wurde bereits 1998 von der dänischen Fondsboutique Investeringsforeningen Sydinvest International (ISI) aufgelegt. Der Fonds investiert in lateinamerikanische Aktien mit einer breiten Streuung auf verschiedene Branchen. Dabei stehen vor allem Unternehmen aus den Ländern Brasilien und Mexiko im Vordergrund. In den vergangenen Jahren hat der Fonds über lange Perioden hinweg seinen Vergleichsindex MSCI Latin America schlagen können. Auf Sicht von drei Jahren kann er eine Performance von rund 24% und auf Sicht von fünf Jahren von 183% vorweisen. Nach dem verlustreichen Jahr 2008 legte der ISI Latin America Equities seit Jahresanfang eine Performance von über 48% hin.

In den vergangenen Wochen wurden die lateinamerikanischen Märkte vor allem auch durch die Erholung im Rohstoffsektor gestützt. Denn vor allem die Rohstoffe exportierenden Länder wie Brasilien und Argentinien hatten unter dem rapiden Verfall der Rohstoffpreise im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres gelitten. Doch nicht zuletzt die massiven Eindeckungskäufe chinesischer Unternehmen halfen den Rohstoffmärkten wieder auf die Sprünge. Der ISI Latin America Equities konnte hiervon besonders profitieren, da Rohstoffunternehmen mit fast 23% den größten Sektor in seinem Portfolio darstellen. Darauf folgen Finanzdienstleister (16%) und Versorger (12%), die ebenfalls Wertzuwächse verbuchen konnten. Von den Turbulenzen im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Schweinegrippe war der Fonds relativ gering betroffen, nicht zuletzt, da der Fonds mit 14% Anteil mexikanischer Unternehmen weniger exponiert ist als der Benchmark-Index. Die größte Gewichtung weist Brasilien mit fast 70% auf. Andere Länder wie Chile und Peru sind mit maximal mit 3% im Fonds gewichtet.

Angesichts dieser starken Fokussierung auf wenige Länder, die den Emerging Markets zuzurechnen sind, sollten sich Anleger der Schwankungsanfälligkeit bewusst sein. Kurzfristige Investitionen sind daher mit einem hohen Risiko verbunden. Aus diesem Grund empfiehlt die Fondsgesellschaft einen Anlagehorizont von fünf Jahren oder mehr. Die Gebührenstruktur des ISI Latin America Equities kommt dem Langfristanleger entgegen. Der Ausgabeaufschlag ist mit 5% recht hoch, allerdings liegt er damit durchaus im Rahmen der Lateinamerika-Fonds. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt jedoch unter 1% und ist damit erheblich niedriger als bei den meisten anderen aktiv gemanagten Investmentfonds dieses Sektors.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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