Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Indizes im Vergleich mit ihren amerikanischen Pendants klar die Nase vorn

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 10.01.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Während es für den DAX um 16 Prozent nach oben ging, kletterte der Dow Jones um „lediglich“ 11 Prozent. Der S&P 500 legte im Jahresverlauf knapp 13 Prozent zu. Die deutsche Wirtschaft erwies sich als Zugpferd innerhalb der Europäischen Union, entsprechend suchten die Anleger ihr Heil in diesem Hafen.


Im neuen Jahr deuten erste Anzeichen darauf hin, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten umkehren wird. In den ersten Handelstagen lässt es der DAX eher lasch angehen, während Dow Jones und S&P 500 unter dem Strich leicht zulegen konnten. Die Anleger fassen wieder Vertrauen und trauen den USA die herbeigesehnte wirtschaftliche Erholung zu. Dass die Vorschusslorbeeren in diesem Fall durchaus angebracht sind, zeigen die BIP-Prognosen, wonach die amerikanische Wirtschaft im laufenden Jahr um rund vier Prozent wachsen wird. Auch die zu erwartende Gewinnentwicklung bei den Unternehmen lässt aufhorchen. Goldman Sachs erwartet für das laufende Jahr ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 20 bis 25 Prozent. Für das Jahr 2012 wird ein weiterer Anstieg um 15 bis 20 Prozent prognostiziert. Die für die Zinspolitik maßgebliche Entwicklung am Arbeitsmarkt stellt sich zwar längst nicht so erfreulich wie erhofft dar, doch auch hier gibt es Lichtblicke. Die Arbeitslosenquote ist zuletzt auf 9,4 Prozent gesunken. Die ADP-Daten für die Privatwirtschaft zeigten, dass im Dezember deutlich mehr Stellen geschaffen wurde, als im Vorfeld erwartet wurde. Die USA werden im Jahr 2011 noch für die eine oder andere Überraschung gut sein.

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