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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 26.01.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 26.01.2012:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Im TecDAX bauen sich kleinere Favoriten auf, die kaum bekannt sind oder auch umstritten sind

Wir setzen das Bottom fishing dennoch schrittweise fort.

 

SINGULUS TECHNOLOGIES steckt in der gleichen Situation. 123 Mio. € Börsenwert sind für die Technologie für Anlagen für optische Speichermedien und Solar einfach kein akzeptabler Preis. Nach dem Einbruch des Geschäftes vor vier Jahren wurde SINGULUS weitgehend umgebaut. Hier geht es um einen echten Turn-around, was klar gesagt werden muss. Die ehemaligen Umsätze über 400 Mio. € sind noch keine realistische Erwartung. 170 bis 180 Mio. € mit klar schwarzen Zahlen werden jedoch nicht bestritten. 3,80 bis 4 € sind eine realistische Erholungschance nach dem scharfen Einbruch seit August und einem KGV um 8 für den erwarteten Gewinn von 2013, der von 0,22 € je Aktie in der Konsensprognose auf 0,32 € steigt. Im vergangenen Jahr waren es 0,10 €. Das müsste klappen.

Quo vadis NORDEX? Hier winkt erstmals eine knappe Gewinnverdoppelung per 2013, wenn der aktuelle Auftragseingang zu bisher kalkulierten Produktionskosten abgewickelt wird. Darin liegt das NORDEX-Risiko in der Windkrafttechnik.

Analog zu VESTAS, die aus ähnlichem Grund in den Keller gefahren war. Die Analysten kommen mit diesem Sektor nur schwer zurecht, was nachvollziehbar ist. Aufträge gibt es genügend, aber die Durchführung der Projekte ist technisch anspruchsvoll und kalkulatorisch mit Risiken behaftet. Dazu kommt die schwierige Finanzierung durch den Käufer, nicht durch NORDEX, aber NORDEX ist als Hersteller auf Anzahlungen angewiesen. Dieser Finanzkreislauf führt zu permanenten Nachfinanzierungen bei den Banken. Dennoch: Aus 0,26 € Verlust je Aktie im letzten Jahr sollen per 2013 0,30 bis 0,35 € Gewinn je Aktie werden. Wir setzen das nächste Kursziel mit zunächst 6,50 € an.

Bei den deutschen Spezialitäten gehört ferner REALTECH mindestens auf die Watchlist. Das Umfeld für Nebenwerte ist weiter problematisch, weil das Kaufinteresse noch sehr gering ist. Das wird aber kein Dauerzustand bleiben. REALTECH ist auf IT-Beratung, hier in erster Linie auf SAP-Produktlinien, sowie Softwareentwicklung mit Fokus auf Geschäftsprozesse und das IT-Service-Management konzentriert. Der Wandel zu einem mehr softwarebasierten Geschäftsmodell verläuft dabei nach Plan. Erste positive Effekte auf die operativen Zahlen sollten im vierten Quartal 2011 bereits spürbar werden.

SAP hatte im Dezember 2010 einen Großvertrag über die Nutzung der „theGuard!“-Software von REALTECH für das Hosting der SAP „Business ByDesign“-Kunden unterzeichnet. Bislang verwaltet SAP die „Business ByDesign“-Kunden selbst. Hier sollten weitere Aufträge folgen.

Fazit: Wir setzen auf verbesserte Zahlen. Mit einem KGV von 6,7 per 2012 halten wir die Aktie für drastisch unterbewertet. Technisch erfolgte soeben der Durchbruch der 200-Tage-Linie auf dessen Bedeutung wir schon an anderer Stelle mehrfach hingewiesen hatten. Für alle gilt:

Nicht wahllos sortieren, sondern auf ein Gleichgewicht in Ihrem Portfolio achten. Ein Sammelsurium von lauter Spezialitäten ist zu gewagt. Sie sollten einen Portfolio-Anteil von 20 % nicht übersteigen. Wer hier im Aufbau Unterstützung benötigt, abonniert den DepotSCOUT, Tel.: 05231 / 983 166! 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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