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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 18.03.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 18.03.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Im MDAX ist eine ähnliche Einstufung, wie der Markt sich orientiert bzw. die Gewinnqualität einordnet, nur sehr schwer möglich

Maschinenbau kann mit Verlag oder Pharma nicht verglichen werden. Eine allgemein gültige Aussage ist deshalb nur theoretisch. Doch auch hier gilt: Was steckt im Auslandsgeschäft? KRONES ist so eine Art Terminkauf per 2011/2012. Die Münchener waren, wie alle anderen auch, von einem massiven Einbruch der Nachfrage betroffen.

Ab diesem Jahr legt der Umsatz wieder um 10 bis 15 % zu. Zielgröße 2 Mrd € per Ende des Jahres. Nicht bestätigt, aber intern gedacht: „Die 2,5 Mrd € schaffen wir bis 2013.“ Wo liegt der Effizienzgewinn für KRONES nach gleichem Muster wie beschrieben? Die Umsatzrentabilität könnte sehr wohl 6 % oder 6,4 % erreichen, was der Schnitt der Jahre 1999/2001 war. Verschuldungsgrad ohnehin Null, EK-Quote um 43 %, praktisch kein Zinsaufwand, so dass die Kapitalrentabilität wieder an 20,5 bis 21 % herankommen dürfte. Die Börsenkapitalisierung von 1,7 Mrd € für 2,4 Mrd € Umsatz in 2007/2008 ist der Bezugspunkt. KGV damals um 11,5 im Tief und 17,5 im Hoch. Aktuell 17 per 2011. Mithin: KRONES muss einen sehr deutlichen Effizienzbeweis vorlegen, um die alten Spitzenkurse von 60/64 € wieder zu erreichen. Wir investieren dennoch neu, aber eine 50 %-Chance steckt in KRONES noch nicht. GEA GROUP bauen wir aus. Die Bochumer stehen für Prozesstechnik im absoluten Qualitätsmaßstab. Einziger Großaktionär ist übrigens Kuwait mit 8,2 %. Alle ehemaligen deutschen Kernaktionäre sind ausgeschieden. Die GEA-Produkte sind ein Muss für alle Länder, deren Nahrungsmittelherstellung letztlich maschinell abläuft. Deshalb liegt der Auslandsanteil bei 87 %. Das Management erwartet eine signifikante Effizienzsteigerung im Zuge der Krise mit der Wirkung in den kommenden Jahren. Das ist eine eindeutige Aussage. 3 Mrd € Börsenkapitalisierung sind für eine Zielgröße des Umsatzes von zunächst 5 bis 5,1 Mrd € nicht ausgesprochen preiswert. Ähnlich wie bei KRONES wird der Markt diese Exportlastigkeit zur Grundlage der weiteren Einschätzungen nehmen. Dann ist ein KGV deutlich über 14 bis 15 realistisch. Also auch hier: Hohes, aber begrenztes Potenzial und keine „unendliche Story“. Der weltweit führende Kupfer-Produzent AURUBIS steht vor einem ganz anderen Phänomen. Mit nur 51 % Auslandsanteil ist AURUBIS zwar einer der weltweit führenden Kupferproduzenten, aber vor allem auf der Grundlage des Recycling (Altkupfer) inlandslastig bzw. inkl. CUMERIO europaorientiert. Die Preisbildung hängt jedoch vom weltweiten Kupfermarkt ab, die Mengengrößen hängen dagegen vom Europageschäft ab. Daraus resultiert eine Art Mischrechnung, wofür die Effizienzfrage die absolute SchlüsselgroÅNsse darstellt. Wie sieht es der Markt? AURUBIS liegt bereits auf Top-Niveau von 2008 und ist damit eine der ganz wenige Aktien, die die gesamte Krisenlage schon ausgebügelt haben. Ein Investment auf dieser Ebene ist schwankungsanfällig. Allein der Kupferpreis kann jederzeit zu stärkeren RückschlaÅNgen führen. Diese Volatilität muss berücksichtigt werden, aber: Wir gehen eine Anfangsposition ein, um in diesem Trend mitzufahren. Zusammengefasst: Keine dieser drei Aktien reicht für ein hohes Einzelengagement. Wohl aber als Baustein für ein gutsortiertes Zukunftsportfolio gemäß der umseitig dargelegten Schwellenländer-Abhängigkeit.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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