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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 04.09.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 04.09.2014:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Heute EZB-Sitzung

Um 13:45 Uhr steht die lang erwartete Entscheidung der EZB auf dem heutigen Tagesplan. Die Erwartungen des Marktes sind hoch, nachdem Draghi in Jackson Hole erneut große Worte gewählt hat.

Die Banken sind sich uneinig, über das, was heute passieren könnte. JP MORGAN und NOMRUA rechnen mit einer weiteren Zinssenkung, die Deutsche Bank geht von der Ankündigung eines QE-Programms aus (Kauf von Staatsanleihen durch die EZB) und GOLDMAN SACHS rechnet damit, dass Draghi den großen Worten keine Taten folgen lässt.

Das Feld ist also gesplittet, doch die Erwartungen insgesamt schon recht hoch. Sollte Draghi nichts unternehmen, könnte dies die Standardaktienmärkte etwas in die Enge treiben.

Das Problem ist, dass Draghi ́s geldpolitische Möglichkeiten bis auf QE schon ausgeschöpft sind, die Wirtschaft aber dennoch nicht ins Laufen kommt. Nur ein riesiges Programm, also die oft genannte BAZOOKA, könnte kurzfristig psychologische Wirkung für die Märkte haben. 

Der Goldpreis festigte sich gestern. Zunächst rutschte Gold binnen von Sekunden nochmals auf 1.260 USD im frühen Handel ab, als eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland über die Nachrichtenticker flimmerte. Das Ganze löste sich dann aber schnell wieder auf. 


Quelle: www.stockcharts.com

Die westlichen Medien sind weiterhin keine Hilfe, wenn es darum geht, objektive Einblicke in die Situation zu erhalten. Wir haben uns bislang kaum zu diesem Thema geäußert und werden dies, bis auf die nächsten Zeilen, auch nicht tun. Aus unserer Sicht spielt der Konflikt für den Goldpreis nur eine Nebenrolle. Krieg, Angst und Schrecken werden zwar immer als Kaufargument für Gold aufgeführt, doch in Wirklichkeit sind dies immer nur extrem kurzfristige Bewegungen. Die langfristigen Trends werden nicht von Kriegen bestimmt, sondern von der Rolle des Goldes als monetäres Metall.

Unsere Massenmedien bleiben auf dem Standpunkt, dass Putin der böse Junge ist, der den Krieg haben möchte. Dies ist für uns völliger Schwachsinn, doch leider sind wir von den Amerikanern derart beeinflusst, dass es nicht mehr schlimmer geht.

Es ist doch nur verständlich, dass sich Russland nicht weiter in die Enge treiben lassen möchte und das Problem an der ganzen Geschichte ist die NATO Erweiterung in Richtung Russlands. Dieser Schritt war der Start des Konfliktes und auch der einzig logische Grund.

Weiterhin schwimmen die Amerikaner derzeit aufgrund des Fracking- Booms im Öl und wollen dieses mit Sicherheit gerne nach Europa verkaufen. Doch die Europäer haben nun einmal über Jahrzehnte hinweg ihr System so ausgerichtet, dass die Energie aus dem Osten kommt. Wenn die Amerikaner diese „Verbindung“ kappen können, wäre es eine schöne Möglichkeit, sich auf diese Weise mit Ölexporten nach Europa zu finanzieren.

Es geht immer nur um Macht und Geld. 

Der Silberpreis konnte in den vergangenen Tagen die Marke von 19 USD behaupten. Rein von den Indikatoren gesehen, sollte die Luft nach unten dünn sein: 



 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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