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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 27.10.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 27.10.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Geht es jetzt auf die zweite Etappe der Jahresendrally?

Mit der endgültigen Entscheidung über den Schuldenschnitt steht die Deutsche Börse vor der klaren technischen Ausgangslage:

 

1. Das Risiko eines Einbruchs auf 5.000 oder darunter ist nur noch minimal. Wir wüssten im Moment keinen Grund, der dies rechtfertigen würde.

2. Die Abstauberkurse über Limits aufzufangen, dürfte daher kaum noch gelingen. Sie sind eher eine theoretische Überlegung, die man im Hinterkopf behalten kann für den Fall der Fälle.

3. Das Gegenteil wird aktuell: Zukauf bei steigenden Kursen! Der deutsche Markt war im Gleichschritt zusammengefallen. Er steigt deshalb im Gleichschritt nach oben. So etwas ist selten, aber nach einem „Blitz“-Einschlag üblich. Es gilt für 80 % aller Qualitätsaktien. Folge:

Orientieren Sie sich jetzt nicht an den einzelnen Aktien, KGV‘s, Dividendenrenditen oder sonstigen Kriterien. Auch nicht an den 9-Monatszahlen und auch nicht an den eher zurückhaltenden Prognosen der Manager. Das kommt später.

Jetzt entscheidet der Markt in toto. Überwindet der DAX die Zone 6.100, so geht es nicht um ein paar 100 Punkte, sondern gleich um bis zu 1.000 Punkte. Das hatten wir in der AB-Daily bereits avisiert. Für den MDAX gilt das Gleiche mit ähnlichem Potenzial. Das ergäbe die viel diskutierten Unterkanten der Sommer-Konsolidierung, die zwischen 7.000 und 7.500 lief (Mittelwert 7.250).

Orientieren Sie sich weiterhin an der Markttechnik wie in der AB 36/11 dargestellten Form. Hinzu kommt eine Besonderheit: Es gibt in der realen Wirtschaft Frühzykliker, Zykliker und Spätzykliker. Und dazu noch einige Extremzykliker. Wer wird unter Berücksichtigung der Annahme, dass es keine Rezession, sondern nur die berühmte Delle gibt, zu den Frühzyklikern zählen?

Die umstrittene Autoindustrie reagiert auf diesen Sachverhalt am schnellsten. Das ergibt folgende Teilung: Die Hersteller DAIMLER, BMW und VW sind die drei markanten Eckwerte. Deren Potenziale hatten wir bereits mit den Zielkursen dargestellt. Neue Höchstkurse sind im Moment noch fraglich, darüber wird erst später entschieden. DAIMLER hat zurzeit unter den drei Genannten die interessanteste Ausgangsbasis mit dem größten Erholungspotenzial.

CONTI, LEONI, DÜRR und GRAMMER sowie RHEINMETALL und ELRINGKLINGER sind die Autozulieferer. Sie folgen dem Trend der Autos mit höheren Volatilität, aber größerem Potenzial. Die Zielkurse hatten wir gleichfalls genannt.

MAN und DEUTZ gehören nur indirekt dazu. Der LKW-Zyklus ist etwas anders gelagert als derjenige
für PKW, aber dafür hat MAN das absolut größte Erholungspotenzial inklusive der Erwartung, dass VW die Genehmigung der EU-Behörde zur Übernahme nutzen dürfte, was zu Kursen nicht unter 90 € führen kann. Wir können uns nicht vorstellen, dass VW den aktuellen Kurs von MAN um 60 € nicht nutzt, die Positionen frühzeitig auszubauen. Das allein sind 50 % Potenzial l DEUTZ ist als Motorenhersteller nur indirekt mit Auto in Verbindung zu bringen, aber als Weltmarktführer für schnelllaufende Kompaktdiesel die beschriebene Spezialität in der Autoperipherie.

Unsere Sicht: Kehrtwende! In dieser Gruppe rd. ums Auto spielen Sie die Jahresendrally am Besten, aber von hoher Volatilität begleitet. Die Zielkurse passen wir in der Favoritenliste jede Woche neu an. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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