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Veröffentlicht von Redaktion "BÖRSE am Sonntag" am 08.08.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 08.08.2010:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Gefragte Chemie

Chemiewerte gehörten jüngst zu den gefragtesten Aktien in Europa. Der STOXX Europe 600 Chemicals war der stärkste bei den Branchenindizes. Eine Reihe guter Bilanzen und wohl auch die Zuversicht auf eine weiter anziehende Konjunktur stützten.

Selbst die enttäuschenden Quartalszahlen des US-Chemiekonzerns Dow Chemical trübten die Stimmung nicht nachhaltig. Der Fokus lag vielmehr auf den eigenen Bilanzen. Überzeugen konnten die Industriegasehersteller Linde und Air Liquide. Glänzende Zahlen und einen starken Ausblick legte ferner die französische Arkema vor, was die Aktie um mehr als 12% zur Vorwoche antrieb und sie damit stärkster Wert im Index war. Ebenfalls sehr fest war das Papier von Bayer (+10,8%), das nun an seiner Abwärtstrendlinie seit Januar 2010 kratzte. Ein Sprung darüber könnte für weitere Zuwächse sprechen. Für Rückenwind sorgten jüngst offenbar die positiven Studiendaten zu den beiden Präparaten „Xarelto“ und „Rivaroxaban“. Zu den größten Einzelwerten gehörten ferner die Düngerhersteller Yara und K+S. Beide profitierten wohl noch von den angehobenen Prognosen des kanadischen Rivalen Potash aus der Vorwoche. Bei K+S hat man sich eventuell auch für die Bilanz am nächsten Donnerstag positioniert. Am vergangenen Freitag meldete dann noch LANXESS einen Umsatz- und Gewinnschub im zweiten Quartal und hob die Prognose für 2010 an. Der STOXX Europe 600 Chemicals legte am Ende um 4% zu. Er kratzte dabei an dem bisherigen Hoch von 2010 bei 483 Punkten. Wird es überwunden, dürfte die obere Begrenzung der seit Januar gebildeten sich verbreiternden Top-Formation (Broadening Top) ins Visier rücken. Kann dann diese nachhaltig geknackt werden, spräche dies für weitere Zuwächse. Zunächst könnte dann das bisherige Allzeithoch von Juli 2006 bei 531 Zählern angesteuert werden. Das theoretische Kursziel bei einem Ausbruch läge sogar bei 555 Punkten. Ein Scheitern an der oberen Begrenzung spräche jedoch für eine Korrektur, die bei 475/446/440 Punkten auf erste Unterstützungen stoßen könnte.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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