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Veröffentlicht von Redaktion "rohstoffe kompakt" am 04.02.2009

FUCHS PETROLUB: Finanzkrise bremst den Schmierstoff-Experten

FUCHS PETROLUB: Finanzkrise bremst den Schmierstoff-Experten

Im Jahre 1931 gründete Rudolf Fuchs sein Import- und Vertriebsunternehmen für Premium- Raffinerieprodukte. Schon früh gewannen internationale Geschäftsbeziehungen an Bedeutung. In den 60er Jahren wurden verstärkt internationale Märkte erschlossen. Die 70er und 80er Jahre standen im Zeichen der Spezialisierung und Expansion. Die Angebotsvielfalt wurde kontinuierlich erweitert und auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt.

Zu Beginn der 90er Jahre konzentrierten sich alle Aktivitäten auf das Kerngeschäft Schmierstoffe. Die umsatzstärksten Märkte waren dabei Westeuropa, Nordamerika und Asien-Pazifik. An der Spitze des Konzerns steht heute die FUCHS PETROLUB AG (WKN 579043) in Mannheim mit Börsennotierungen in Frankfurt (MDAX), Stuttgart und Zürich. Heute zeichnet sich FUCHS weltweit für innovative Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten aus.


Krise hinterlässt Spuren

FUCHS PETROLUB, mit 3.900 Mitarbeitern und Repräsentanzen auf allen Kontinenten vertreten, sieht sich sowohl regional als auch hinsichtlich seines Produkt- und Anwendungsportfolios gut aufgestellt. Das Geschäftsmodell ist robust, ohne sich deshalb dem derzeitigen, in dieser Form einmaligen Nachfrageeinbruch entziehen zu können. Auch gut aufgestellte Unternehmen wie FUCHS bekommen die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zu spüren: So musste das Unternehmen die Jahresprognose 2008 nach unten revidieren. Ursächlich sind die erhebliche Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Lage sowie der Vorratsabbau bei den Kunden. FUCHS geht davon aus, dass sich dieses Bild kurzfristig nicht grundsätzlich ändern wird. In jedem Falle aber sollte das vierte Quartal positiv zum Gesamtjahresergebnis 2008 beigetragen haben. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Gesamtjahr dürfte somit über den im Dreivierteljahr erreichten 144,5 Mio. Euro liegen. Das Nachsteuerergebnis sollte etwa 100 Mio. Euro erreichen.


Strategie überzeugt auf lange Sicht

Langfristig glauben wir an die FUCHS PETROLUB- Aktie, weil wir der Unternehmensstrategie und der Kompetenz des Managements vertrauen. Zunächst hatte die Expansion vornehmlich über Akquisitionen während der 90er Jahre einen hohen Preis: Bei einem Eigenkapital von nur knapp über 100 Mio. Euro lagen die Nettofinanzschulden 2001 bei 350 Mio. Euro. Dennoch war dies die richtige Strategie, denn aktuell hat das Unternehmen so gut wie gar keine Nettofinanzschulden, dafür aber ein Eigenkapital von 340 Mio. Euro. Zugute kommt dem Unternehmen dabei langfristig die breit gefasste Angebotspalette. So kann FUCHS PETROLUB bei mehreren tausend Produkten auf über 100.000 Kunden aus aller Welt verweisen.


Attraktive Bewertung

Sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten gelang es FUCHS PETROLUB bisher, Umsatz- und Gewinn kontinuierlich zu steigern. Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen lässt sich eine Ertragsprognose zurzeit nur schwerlich abgeben, wir gehen aber von einem KGV von deutlich unter zehn bei sehr attraktiver Dividendenrendite aus. Die Aktie eignet sich insbesondere für rohstoffaffine Langfrist-Investoren.  


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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