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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 10.12.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 10.12.2015:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Facebook - Die Besten trifft es zuletzt: Nachkaufen

Die besten Aktien trifft es in einer Konsolidierung / Korrektur in der Regel als letztes, sodann sind sie aber auch die Ersten, die sich erholen. Bei Facebook dürfte es also zu heftigen Kursschwankungen kommen, wenn die sich Korrektur ihrem Ende nähert. Bislang hat sich Facebook recht gut gehalten, die Aktie notiert 6,7% unter ihrem Allzeithoch. Mir reicht das, um unsere Position ein wenig aufzustocken. 

Voraussichtliche Anhebung des Leitzins

Nächste Woche wird Fed-Chefin Janet Yellen aller Voraussicht nach den US-Leitzins erstmalig seit neun Jahren ein bisschen anheben. Im Vorfeld drehen Anleger durch: Steigende Zinsen belasten die Aktienmärkte, so war es immer. Gleichzeitig deutet der Crash an den Rohstoffmärkten auf schwere Konjunkturzeiten im Jahr 2016 hin. Der Ölpreis insbesondere mahnt zur Vorsicht und die Finanzierungen der Ölbranche stehen bei einem weiter fallenden Ölpreis auf der Kippe. Grund genug, um die in den vergangenen Wochen erzielten Gewinne zu sichern, denken sich einige Anleger. 

Ich kann niemanden dafür verurteilen, Gewinne zu sichern. 
 

Überangebot führt zu niedrigen Rohstoffpreisen 

Als langfristig orientierter Anleger jedoch sehe ich diesen Ausverkauf als Kaufgelegenheit: die Rohstoffpreise inklusive Ölpreis kollabieren meines Erachtens nicht aufgrund der schwachen Konjunktur, sondern aufgrund des Überangebots. Gut, die Konjunkturentwicklung ist nicht rosig, insbesondere in den Schwellenländern gibt es Probleme. Doch in den USA läuft's rund und  in Europa zeichnet sich eine Stabilisierung, ein kleiner Aufschwung ab. Das Zinsniveau ist extrem niedrig, auch nach der Zinserhöhung in den USA. Das ist nicht das Umfeld, in dem wir einen Aktienmarktcrash fürchten müssen. 

Der DAX notiert inzwischen nahe an den 10.500, die ich als Unterstützung für diese Korrektur ausgemacht habe und entsprechend würde ich heute ein wenig Nachkaufen. Bis zur Zinsentscheidung von Janet Yellen nächste Woche Mittwoch ist noch ein wenig hin, vielleicht geht es bis dahin nochmals weiter runter. Doch ich gehe davon aus, dass wir nach -7,5% im DAX in nur zwei Wochen dem Boden näher sind als dem Top. 

Daher würde ich den heutigen Tag in eine eventuelle Panik hinein sukzessive Positionen aufbauen. Wie immer: Nicht alles auf eine Karte setzen, ich würde noch ein wenig Pulver trocken halten. 

Beginnen wir mit Facebook, deren Position wir zum Ausverkaufpreis einmal eröffnet haben und anschließend nie wieder auch nur annähernd an unseren ersten Kaufpreis heran kamen. Ich würde heute Vormittag ein wenig nachkaufen. 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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