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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 22.10.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 22.10.2009:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Eine Sonder-Spekulation steckt in den Flughäfen

Davon gibt es drei in Europa, die wir zusammen mit FRAPORT an dieser Stelle gesondert einstufen.

Die Flughäfen sind keine spezielle Wachstumsstory, sie sind aber wichtige Begleiter in der Entwicklung des gesamten Flugverkehrs, Passagier wie Fracht. Sie leben von der Anzahl der Passagiere und der Flugdichte. Damit sehr direkt von der sich wiederbelebenden Dynamik im Flugverkehr. Dazu gibt es zwei Besonderheiten:

FRAPORT und FLUGHAFEN ZÜRICH verfügen beide über wesentliche Beteiligungen an anderen Flughäfen und verdienen direkt an Managementhilfe für diese Airports in Schwellenländern. In den Umsätzen beider kommt dies nur indirekt zum Ausdruck. Deshalb erscheint das KuV optisch höher als es de facto ist.

FLUGHAFEN WIEN steht vor einer weiteren Besonderheit. Die Übernahme der AUSTRIAN AIRLINES durch die LUFTHANSA dürfte den gleichen Effekt wie der Erwerb von SWISS durch LUFTHANSA vor einigen Jahren haben, wodurch Zürich ein Hub des demnächst größten Luftfahrtkonzerns der Welt geworden ist. Für Wien steht das gleiche als Hub für Osteuropa an. Kalkuliert wird dort mit einer Ausweitung aller Destinationen von und nach Wien um mehr als 30 % in den kommenden 5 Jahren. Darin läge ein besonderer Wachstumsimpuls für FLUGHAFEN WIEN. Vergleichen Sie auch hier die Topkurse von 2007/2008 mit den aktuellen Kursen als Zielgröße für ein solches Investment. Wir halten ein solches Portfolio, ganz speziell für FLUGHAFEN WIEN, als Spekulation für besonders interessant.

Einen besonderen Maßstab liefert demnächst HOCHTIEF. Beabsichtigt ist, die Tochter HOCHTIEF CONCESSIONS an den Markt zu bringen. Darin steckt der Sektor HOCHTIEF- Airport mit 26,7 % an der Airport ATHEN, 37,25 % an Budapest Airport, 20 % Düsseldorf, 34,8 % Hamburg, 5,6 % Sydney, 47 % Tirana und 100 % Airport-Retail. HOCHTIEF beziffert den Nettobarwert dieses Portfolios mit 1,54 Mrd €. HOCHTIEF insgesamt wird nur mit 4 Mrd € an der Börse eingeschätzt, worin 21 Mrd € Gesamtbauleistung stecken bzw. ein Gesamtumsatz des Konzerns von 19 Mrd €. Bezieht man das Airport-Portfolio auf den anteiligen Umsatz dieser Airports, müßten die drei europäischen Airportaktien gut 50 % zulegen können, um einen Vergleich zu erreichen.

Redaktion "Actien-Börse" ist hier einzuordnen. Was für Flug gilt, zählt auch für das Frachtgeschäft im Güterverkehr. HAMBURGER HAFEN ist von der Bewertung her mit einem KGV von über 20 sogar noch anfälliger für Minuskorrekturen, aber im langfristigen Trend genauso einzuschätzen.

Die Strategie der Logistik-Investments mit Schwerpunkt Luftfahrt gehört als dritter Teil dieses gesamten Sektors zum Umfeld einer allg. Konjunkturerwartung. Darauf hatten wir in den vergangenen Wochen mehrfach hier und in der AB-Daily hingewiesen. Leitlinie für alle:

Wer investiert, plaziert die Einkaufslimits, etwas graduell formuliert, rd. 10 bis 12 % unter den aktuellen Notierungen. Das dürfte reichen, das Risikopotential, was sich aus dem obigen Sachverhalt ableitet, auszunutzen. Das Ranking dafür ziehen wir so: Erste Priorität haben die Airlines (LH, AIR FRANCE und BRITISH AIRWAYS). Die zweite Priorität erhalten die Flughäfen/Häfen und die dritte Priorität liegt in den deutlich spekulativeren Comebacks wie z.B. TUI (inkl. HAPAG LLOYD).


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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