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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 19.03.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 19.03.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die vier Autoaktien haben die technische Korrektur als erste begonnen und dürften sie als erste beenden

Die Korrektur der Autoaktien hatten wir frühzeitig angesagt. Es wurden bis Dienstag 22/23 % Korrektur gegenüber der Spitze, und 25 % hatten wir als möglich beschrieben. Je nach Infostand der nächsten Tage sind auch 30 % möglich und damit eine brauchbare Basis.

 

Reichen 30 % Korrektur oder geht das Risiko weiter?

Ab 30 % Korrektur sind Rückkäufe richtig. Aus Vorsichtsgründen staffeln wir diesen Einkauf jedoch für alle vier Aktien bis zu einer max. Korrektur von 33 %. Die deutsche Autokonjunktur steht auf einem Auslandsanteil von zurzeit 83 %. Das ist der gemittelte Wert aus den aktuellen Auftragsbeständen, wie sie in den letzten drei Wochen genannt wurden. Das Inlandsgeschäft hat nur noch einen kleinen Anteil, ist aber andererseits deshalb nicht zu unterschätzen, weil die Präsenz neuer Modelle auf den deutschen Straßen ein wichtiger Meinungsfaktor ist. Hier kündigt sich ein Anschluss an den bisherigen Auslandsboom an. In der Prozentwirkung ist er vermutlich nicht groß, aber meinungsbildend.

Fundamental gilt eine andere Betrachtung. Die Gewinnentwicklung ist schwieriger zu berechnen. Gewinnsprünge wie von 2009 auf 2010 und auch aktuell per 2012 sind nicht ohne Weiteres vorzunehmen. Der Grund liegt darin: Die Kapazitätsauslastung ist sehr hoch. Eine Ausweitung ist ohne wesentliche Kosten ist schwierig. Das führt dazu, dass die Kosten schneller steigen als die Umsätze, und mithin die Marge unter Druck bleibt. Dagegen spricht: Das KGV für die deutschen Autoaktien ist noch moderat. Selbst wenn die Gewinne stagnieren oder nur wenig zulegen, ist eine Höherbewertung der Autoaktien auch dann möglich und wahrscheinlich, wenn der gesamte Markttrend in Ordnung ist. Die Reserve bis zu den möglichen Zielkursen resultiert also nicht aus der Gewinndynamik, sondern aus der Unterbewertung. Sie erinnern sich: Die Fakten zu dieser Unterbewertung hatten wir in einer ausführlichen Tabelle schon vor einem Jahr dargestellt.

Die Autozulieferer haben bisher deutlich weniger korrigiert. Die Ausnahme wurde sogar unsere letzte Empfehlung für CONTINENTAL, die erkennbar zugelegt haben. Relative Stärke bewiesen auch ELRINGKLINGER, RHEINMETALL und LEONI sowie bedingt auch KONTRON mit Korrekturen zwischen 15 und 25 %, was bescheiden erscheint. Hier disponieren wir wie folgt:

Die CONTINENTAL-Story hatten wir in der AB 09/11 beschrieben. Dabei bleibt es. Für ELRINGKLINGER und LEONI ist ein Rückgang des Mengengeschäftes kaum zu erwarten. Dafür spricht die grundsätzlich hohe geplante Stückzahl der Autobauer für den Jahresverlauf. Schwieriger ist die Durchsetzung der Preise, wofür es im Zulieferergeschäft hart um Konditionen geht. Gewinnwarnungen können deshalb nicht ausgeschlossen werden. Wir warten deshalb ab. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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