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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 24.06.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 24.06.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die Strategie für die nächsten 2 bis 3 Wochen:

Der DAX hat den bisherigen Jahres-Rekord knapp erreicht. Zwei schwierige Termine stehen noch bevor: a) Der 30.06. mit der Gefahr eines Window-dressing der Großanleger, für die dieser Termin der Abrechnungstermin ihrer Provision darstellt. Dies ist nicht zu unterschätzen. b) In 14 Tagen beginnt die nächste Berichtssaison, worin die Nachhaltigkeit der bisher erreichten Verbesserung der Gewinne zu bestätigen ist. Ein dritter Faktor gehört ebenfalls dazu: Die negative Eskalation um den Euro ist vorerst abgehakt.

Die Volatilität der Euro-Krise können Sie gut nachvollziehen. Die Fieberkurve des VDAX hat die Größenordnungen der Finanzkrise bei weitem nicht erreicht, aber sie war unverkennbar ein sehr wichtiger Eckwert dafür, wie weit die Krise gegangen ist. Die sehr rasche Normalisierung entspricht unserer technischen Einschätzung im Sinne des Zeitraffers der Sommerkonsolidierung. Damit steht der DAX per Redaktionsschluss in einer sehr ähnlichen Ausgangslage wie vor einem Jahr, was wir bereits in der AB-Daily vom Montag beschrieben haben: Gelingt der Sprung über 6.350 im DAX, öffnet sich die Tür für eine Sommerrally mit einem Potenzial von 10 bis 15 % als erste und überschlägige Größe. Das entspräche dem Verlauf des letzten Jahres. Der Einkauf über gestaffelte Limits war bisher richtig. 15 von 30 Aktien erwischten Sie ziemlich punktgenau in der genannten Range. Die winzigen Abweichungen hatten wir bereits kommentiert. Die wohl wichtigste Prognose gab soeben die CREDIT SUISSE: Die Schweizer stocken die Kursziele für DAIMLER und BMW erkennbar hoch. Wir taten dies für VW vor 8 Tagen. Gleiches gilt für PORSCHE. Was steckt in einer solchen Aussage? Die deutschen Autobauer belegen exakt das, was unschwer vorauszusagen war: Premiummarken sind die Gewinner der gesamten wirtschaftlichen Erholung von Alaska bis China und zurück. Wir hatten die besondere Rolle der vier Automarken pausenlos begründet und kommentiert. Das Restpotenzial ist nur schwer zu schätzen, weil es von Meinungen abhängt. BMW schaffte soeben einen neuen Rekord. Der DAIMLER-Aktie fehlen noch 20 bis 25 %, wobei der alte Rekord wegen der CHRYSLER-Story nicht genau angegeben werden kann. Offiziell waren es 71 €. Für VW gilt das Gleiche, weil in Folge des PORSCHE-Angriffes auf VW eine vergleichbare Rechnung kaum möglich ist. Wir schätzen diesen Wert jedoch auf mindestens 100 bis 110 € für Stämme und Vorzüge. Er ergibt sich aus der Bewertung des VW-Gesamtkonzerns inklusive PORSCHE, wobei Sie bitte daran denken: In PORSCHE SE (nicht PORSCHE AG) stecken noch 50 % VW-Stammaktien. Wer hält international mit? RENAULT, PEUGEOT und FIAT stehen vor allem für Masse, aber wenig für Klasse. Der Anteil von FERRARI und MASERATI bei FIAT beträgt weniger als 15 %. Indes: Bei FORD in den USA gehen wir sofort in Stellung. Der Hintergrund ist allerdings anders. In den USA besteht noch eine PKW-Lücke von etwa 3,3 Mio Stück pro Jahr, die aufzufüllen ist. Anders ausgedrückt: Der PKW-Verkauf in den USA beträgt durchschnittlich 16,5 Mio Stück, in der Krise rutschte er auf 13,2 Mio Stück ab. FORD ist im Moment vor GENERAL MOTORS wortwörtlich auf der Überholspur und erhöht seine Gewinnprognose auf 1,57/1,60 $ je Aktie per 2011. Das ergibt ein KGV von 7 bis 7,5, und unseren alten Perspektivkurs von 14 $ erhöhen wir auf 19 $. Differenz also rd. 7,50 $ oder 65 %. Basis-Kurs für Investments 10,80 bis 12 $ im Vorfeld der Berichtssaison. Den Chart lasen Sie in der AB-Daily vom Dienstag.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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