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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 07.04.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 07.04.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Märkte spekulieren auf die nachhaltige Erholung der amerikanischen Wirtschaft

Die positive Serie der jüngsten Indikatoren gibt dazu auch allen Anlass. Quartal für Quartal beschleunigt die amerikanische Wirtschaft und widerlegt damit die Gefahr, dass es zu einem erneuten Abrutschen in die Rezession kommt.

Die Spekulation der Finanzmärkte baut sich nun folgendermaßen auf: Der amerikanische Arbeitsmarkt hat gedreht. 160.000 neugeschaffene Stellen im letzten Monat sind keine Eintagsfliege. 8 Mio Jobs wurden in den letzten 1 1/2 Jahren wegrationalisiert, nun beginnt die Erholung. Die Arbeitslosenquote liegt mit 9,7 % unverändert hoch, wird aber sehr schnell in den nächsten drei Quartalen zurückgehen. Eine Erholung des Arbeitsmarktes ist der wichtigste Bestandteil für eine Erholung der Volkswirtschaft und somit auch für die Börsen. Wächst die Wirtschaft, relativieren sich auch die Verschuldungszahlen. Die Neuverschuldung bleibt an absoluten Zahlen gemessen hoch, relativiert sich aber mit jedem Prozentpunkt, den das BIP wächst. Je länger der Aufschwung anhält (erfahrungsgemäß zwischen 6 und 8 Jahre), ergibt sich auch Spielraum für eine echte Haushaltskonsolidierung. Problematisch ist hohe Neuverschuldung immer dann, wenn ihr niedriges oder kein Wachstum entgegensteht, wie z. T. in Europa. Die Unternehmen werden sehr gute Quartalszahlen in den USA liefern. Die Kostenstruktur ist superschlank und die Produktivität sehr hoch. Selbst bei moderater Umsatzentwicklung ergibt sich eine Gewinndynamik. Legen die Umsätze sogar leicht zu, wird es in vielen Fällen eine wahre Gewinnexplosion geben. Mithin sind auch die Gewinnschätzungen für 2010 sicherlich in den nächsten 2 bis 3 Monaten neu zu bewerten. Die Banken sind im Wesentlichen wieder fit. Auch hier liegen die US-Adressen vorne und zahlen ihre Kredite des Staates vorzeitig mit hoher Rendite zurück. Selbst bei Citigroup macht der Staat wieder Kasse und sitzt derzeit auf einem Buchgewinn von 8 Mrd Dollar. Je fitter die Banken sind, desto besser können sie die Wirtschaft finanzieren. Die Veränderungsraten sind entscheidend. Die Märkte wollen sehen, dass die Richtung stimmt und interessieren sich weniger dafür, ob man bereits das Niveau von 2008 erreicht hat. Mithin ist es für sie wichtig, die richtigen Vergleiche zu ziehen. Von Quartal zu Quartal fallen die Zahlen jetzt schon positiv aus und auch im Jahresvergleich ergibt sich ein positiver Trend. Fazit: Wer kann den USA folgen? Von den Industriestaaten im Tempo so gut wie keiner, wenngleich Deutschland dicht dran sein dürfte. Die Schweiz hält auf jeden Fall mit. Die Eurozone insgesamt bleibt kritischer. Die Asiaten werden auf jeden Fall mitgezogen, lassen sich aber aufgrund ihrer Struktur nicht mit den Industriestaaten vergleichen. Auf jeden Fall zieht nicht China die Weltkonjunktur nach vorne, sondern die USA. Diese Erkenntnis bedingt ein gewisses Umdenken nach zwei Jahren permanenter Amerika-Kritik, ist aber eine Realität. Die Region, die am stärksten wächst, hat die festeste Börsentendenz, zieht auch am meisten Kapital an und hat somit auch die festeste Währung. Den Beleg dafür erkennen Sie im Dollar.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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