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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 17.03.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 17.03.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Märkte sind um den Griechenland-Effekt bereinigt

Nach der Deeskalation der Griechenland-Krise finden die Aktien- und Anleihemärkte kein unmittelbares Anschlussthema, welches eine positive Kursdynamik mit sich bringt. Dadurch entsteht eine Verschnaufpause, die nicht unangenehm ist. Aber eine gewisse erschöpfte Orientierungslosigkeit ist sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihemärkten zu spüren.

Im Einzelnen: Die unmittelbaren Gefahren haben sich deutlich abgemildert. Die Wahrscheinlichkeit eines Schocks von Seiten der Staatsfinanzen oder auch von der Inflationsentwicklung her ist sehr gering. Das Gleiche gilt für die Entwicklung der Unternehmen, die nach wie vor mit wenig spektakulären, aber soliden Zahlen eine wesentlich unaufgeregtere Entwicklung vorweisen als noch zu Jahresanfang vermutet. Das alles bringt Stabilität, liefert aber auch keinen neuen Impuls. An den Devisenmärkten entstehen neue Trends, wie in der letzten Woche skizziert. Diese sind langatmig, meist von geringer Volatilität begleitet und bringen ebenfalls für die Kursentwicklung der Anleihe- und Aktienmärkte wenig Dynamik mit sich. Aus einer positiven oder negativen Währungstendenz lässt sich die Kursentwicklung von Aktienoder Anleihemärkten kaum ableiten. Die Politik ist mit ihren eigenen Inhalten beschäftigt. Die Amerikaner streiten sich über die Gesundheitsreform und das Defizit, die Europäer über Griechenland und andere Sünder, und alle zusammen über eine notwendige Regulierung der Kapitalmärkte. Das Ergebnis ist bislang gleich null, weil zwischen einem politischen Konzept und dessen praktischer Umsetzung letztlich Welten klaffen. Damit können Märkte wenig anfangen. Die Hedge-Funds sind erstmals passiv. Wenngleich nicht öffentlich kommentiert, hört man von verschiedenen Seiten, dass sich die Hedge-Funds sehr passiv verhalten, um in keiner Weise politischen Unmut zu schüren. Die Sorge, dass die Politik durch ein neues Regelwerk diese Branche vollends einschränkt, führt zu einer gewissen Lähmung bzw. passiven Anlagepolitik ihrerseits. Das hat insofern gravierenden Einfluß auf die Tagestendenz der Märkte, weil Hedge-Funds und Private Equity einen Großteil des täglichen Handelsvolumens stellen. Fazit: Rechnen Sie mit keinen großen Impulsen innerhalb der nächsten Wochen. Bei geringerer Volatilität ergibt sich dann eine Orientierungslosigkeit der Märkte, die bestenfalls von der Markttechnik mal unterbrochen wird. Die einzelnen Titel finden dabei eine größere Beachtung als die Indizes insgesamt, was eine stärkere Einzelanalyse bedingt. In solchen Märkten lässt sich sehr gut arbeiten, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht spektakulär sind. In dieser Phase optimieren wir die Depots, indem wir bestehende Positionen verbilligen, die Stopp-loss-Marken nicht sehr eng setzen und auf die Zahlen fürs erste Halbjahr Anfang Juli warten.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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