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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Börsenbrief" am 21.10.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 21.10.2010:

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Frankfurter Börsenbrief

CURT L. SCHMITT Informationsdienste - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1954

Die Konjunkturerholung ist beim deutschen Mittelstand angekommen

Die jüngste Umfrage des Wirtschaftsauskunftsdienstes Creditreform unter 4.058 mittelständischen Betrieben hat ein erstaunlich positives Bild erge- ben.

Die Krise ist unerwartet schnell überwunden worden. Die Unternehmen schätzen ihre künftige Umsatzentwicklung so optimistisch ein wie schon seit Jahren nicht mehr: Ein Drittel rechnet in den kommenden Monaten mit Um- satzzuwächsen, während nur 10 % von einer rückläufigen Umsatzentwick- lung ausgehen. Knapp 20 % der befragten Firmen planen Neueinstellungen. Die Kurzarbeit hat geholfen, den Arbeitsmarkt in der Krise zu stabilisieren. Auch die Investitionsbereitschaft steigt an, insbesondere auch wegen der Nachholeffekte. Die anhaltende Unsicherheit über die Tragfähigkeit des Auf- schwungs hatte viele Unternehmenschefs dazu bewogen, Investitionen auf- zuschieben. Die ursprüngliche Furcht des Mittelstandes vor der „Kreditklemme“ ist passé. Laut Umfrage-Ergebnis treten Finanzierungsengpässe bei Unterneh- men, die im Aufschwung investieren wollen, immer seltener auf. Aber die Firmen sollten bereits jetzt auch daran denken, etwas Speck für schlechte Zeiten anzusetzen. Insbesondere eine Stärkung des Eigenkapital- polsters ist nun gefragt. Die Zahl der Firmenpleiten wird nach Erwartung von Creditreform im laufenden Jahr nur noch mode- rat ansteigen. Hatten im Krisenjahr 2009 noch 33.000 Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, werden es 2010 mit 34.000 bis 35.000 nur unmaßgeblich mehr sein. Ursprünglich war mit einem Anstieg auf knapp 40.000 gerechnet worden, was dem Rekordwert von 2003 entsprochen hätte. Für 2011 wird dann nur noch mit einem minimalen Anstieg der Insolvenzen gerechnet, was vor allem auf auslaufende Konjunktur- programme zurückzuführen ist. Festzuhalten bleibt aber, dass der deutsche Mittelstand mit dem Jahr 2010 das Schlimmste hinter sich haben dürfte. Das ist eine besonders gute Nachricht für die deutsche Konjunktur, arbeiten doch hierzulande zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in mittelständischen Betrieben.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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