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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 28.04.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 28.04.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die fundamentalen Zahlen übertreffen die defensive Erwartungshaltung der Investoren

Daraus ergibt sich der Treibstoff für die positive Tendenz der Aktienmärkte. Diese Erkenntnis wird mit der Vorlage der Unternehmenszahlen immer deutlicher. Hinzu kommt: Der ifo-Index in Deutschland ist dafür exemplarisch.

Letzten Freitag schoss er mit 101,6 Punkten auf den höchsten Stand seit Mai 2008, drei Monate vor der Lehman-Brothers-Krise. Die Erwartungshaltung der deutschen Unternehmen hat sich geradezu dramatisch verbessert, wie Sie an der nebenstehenden Grafik unschwer erkennen. Entscheidend ist nicht, ob die deutsche Konjunktur im laufenden Jahr um 2 oder 3 % wächst; entscheidend ist der Trend. Nur er belegt eine eindeutige Konjunkturerholung. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für die USA und vor allem für Asien. Die übrigen Europäer sehen schwächer aus. Die Unternehmenszahlen für das erste Quartal machen Aktien immer attraktiver. Man wächst im Umsatz und überproportional im Gewinn, was zur Folge hat, dass sämtliche Gewinnschätzungen für 2010 und 2011 nach oben korrigiert werden müssen. Obwohl die Kurse also steigen und wir im Dax einen neuen Jahreshöchststand sehen, wird der Markt deswegen nicht teurer. Das ist eine Idealkonstellation. Parallel: Die angekündigte Flucht aus Anleihen hat begonnen. Der Anstieg der Renditen in Griechenland in den zweistelligen Bereich zeigt nichts anderes. Jeder, der kann, versucht rauszukommen, bevor die Griechen in ein Moratorium gehen. Diese Gelder fließen erst in andere Anleihen mit hoher Bonität, per Saldo werden sie aber im Aktienmarkt landen. Das ist die zweite Antriebswelle für Aktien. Stellt sich nun die Frage: Gegen den positiven Aktientrend steht das technische Risiko überkaufter Märkte. Meldungen um Griechenland oder Portugal führen zu Schockreaktionen, die die überkaufte Marktlage schnell abbauen. Für die mittelfristige Aktientendenz haben sie keine Relevanz, zumal nicht alle Werte gleich betroffen werden. Die Mühe einer Absicherung machen wir uns nicht, behalten aber die Stoppkurse bei den einzelnen Titeln logischerweise aufrecht. Fazit: Märkte, die in ihrer Einschätzung zu defensiv waren und nun den Daten hinterherlaufen, müssen umdenken und aufholen. Das ist die entscheidende Erkenntnis für die nächsten 3 - 6 Monate. Gute Zahlen bei niedrigen Bewertungen auf der einen Seite und die Notwendigkeit, die Anleihenmärkte zu verlassen, auf der anderen Seite führen zu dem Paradigmenwechsel, wie letzte Woche beschrieben. Das können Sie Tag für Tag im Moment an den Aktienmärkten sehen. Es bietet nicht nur große Kurschancen, sondern stellt auch die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen unterschiedlichen Assetklassen dar.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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