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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 15.12.2010

Die Fed drückt weiter auf das Gaspedal

Die Fed drückt weiter auf das Gaspedal

Das letzte Zusammentreffen der amerikanischen Zentralbanker wurde dazu genutzt, um den geldpolitischen Kurs für die kommenden Monate noch einmal mit Nachdruck zu versehen. Die wirtschaftliche Erholung in den USA erfolgt in einem Tempo, das den Mitgliedern des Offenmarktausschusses nicht genügt.

Einmal mehr wurde auf die Stagnation am Arbeitsmarkt hingewiesen. Bislang ist es trotz des niedrigen Zinsniveaus und einer Reihe von geldpolitischen Maßnahmen nicht gelungen, eine Trendwende herbeizuführen. Demzufolge ist auf absehbare Zeit kein Abrücken der Fed von der lockeren Geldpolitik zu erwarten. Trotz des nahenden Weihnachtsfestes konnte man sich nicht durchringen, den Anlegern wie zuletzt von einem Silberstreif am Horizont zu berichten. Dabei hatte es eine Reihe von Steilvorlagen gegeben. Das Verbrauchvertrauen ist zuletzt wieder gestiegen. Zudem hatte der US-Einzelhandel eine positive Erwartungshaltung hinsichtlich des Weihnachtsgeschäftes geäußert. Das BIP stieg im dritten Quartal annualisiert um 2,5 Prozent. Nichts davon fand in der Abschlusserklärung der Fed Erwähnung. Es bleibt also dabei: Bis zur Mitte des kommenden Jahres wird die Fed Konjunkturhilfen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 600 Milliarden Dollar bereitstellen. Konkret sollen 75 Milliarden Dollar pro Monat in den Kauf von Staatsanleihen investiert werden. Profitieren dürften einmal mehr die Aktienmärkte, die einen Großteil der Geldspritze aufsaugen werden.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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