Die deutschen Großhandelspreise schnellen nach oben und kündigen einen weiteren Anstieg der Inflationsrate an

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 13.04.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Im März lag die Inflationsrate in Deutschland bei 2,1 % und damit exakt auf dem Niveau, das bereits im Februar verzeichnet wurde. Die heute veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Großhandelspreise lassen erwarten, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten kräftig zulegen wird.


 

Im Großhandel stiegen die Preise im März um durchschnittlich 10,9 %. Eine Verteuerung in dieser Größenordnung gab es zuletzt im Oktober des Jahres 1981. Als Preistreiber erweisen sich einmal mehr Soft-Commodities wie Getreide, Kaffee und Kakao. Aber auch Mineralölerzeugnisse und Metalle haben sich sprunghaft verteuert. Moderate, aber dennoch überdurchschnittliche Preisanstiege gab es bei Obst und Gemüse.

Die Großhandelspreise dienen als Wegweiser für die Entwicklung der Inflationsrate. Meist schlagen sich die höheren Einkaufspreise erst mit einigen Wochen Verzögerung in den Konditionen nieder, die Verbraucher letztlich für ihre Waren und Dienstleistungen zu bezahlen haben.

Die Inflationsrate Deutschlands liegt noch ein gutes Stück unter dem Durchschnitt der Europäischen Union. Spätestens seit heute dürfte klar sein, dass die Zinserhöhung der EZB eher zu spät denn zu früh kam. 

 

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