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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 01.09.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 01.09.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Die Bodenbildung der Weltbörsen läuft deshalb mühsam, aber sie läuft

Wir räumen ein, dass Frankfurt nicht dagegen gesichert ist, massiven Baisse-Attacken standzuhalten. Die überaus große Kraft und Präsenz ausländischer Investoren nebst Hedge-Funds haben wir wiederholt dargestellt, auch die fehlende Gegenpartei hierzulande.

 

Was passiert also, wenn der DAX doch noch einmal auf z. B. 4.800 durchsackt? Nichts, denn es wäre ein Tagesoder vielleicht nur ein Stundenergebnis nebst Meinungschaos und Angst, aber es wäre die Sternstunde für jeden Anleger mit Weitblick! Sämtliche Einbrüche dieser Art in den vergangenen 23 Jahren sind dafür ein Vorbild.

Halten Sie still, wenn es passieren sollte! Auch dann, wenn sie für diese kurze Zeit einen massiven Buch-, aber keinen realisierten Verlust hinnehmen müssten. Es bliebe eine Sternstunde. Wir erinnern deshalb daran: Abonnieren Sie zumindest für diesen Zeitraum unsere „AB-DAILY“ als zeitnahe Ergänzung.

Eine Anmerkung dazu: Priorität haben ausschließlich „Sachwerte“! Keine Finanzkonstruktionen. Denn rd. 65 % aller Barrieren in den verschiedenen Aktienzertifikaten wurden inzwischen gebrochen. Damit hat sich erneut der von uns sehr kritisch gesehene Markt für die verschiedenen Varianten der Aktienzertifikate als äußerst problematisch erwiesen. Von Garantie-, über Discountbis Bonuszertifikaten mit und ohne Knock-out erwiesen sich diese Produkte erneut als problematisch, sobald Märkte in Turbulenzen geraten. Ein Buchverlust von 40 % oder gar 50 % in einer Aktie ist zwar schmerzhaft, aber kein endgültiger Verlust. Dahinter steht immer ein Unternehmen und dem folgen natürlich Kursgewinne ebenso sicher wie nach jedem Crash. In den fragwürdigen Zertifikaten ist es nur eine verlorene Wette.

An der Wall Street fahren wir einen anderen Ansatz. Im Weltmaßstab steht er unter der gleichen Perspektive wie Europa oder Asien, aber mit der Besonderheit, dass ab jetzt Vieles im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen einzuordnen sein wird. Hier geht es also weniger um die Bewertung als um die Stimmung.

Der Chart zeigt den „Präsidentenzyklus“, einen Vierjahreszyklus, der durch die US-Präsidentschaftswahlen bestimmt wird. Es ist der durchschnittliche Vierjahresverlauf des Dow Jones ermittelt über ca. 100 Jahre.

Die erste Hälfte eines Wahljahres (Election) beginnt typischerweise eher schwach und gewinnt erst im 2. Halbjahr an Schwung. Übrigens deckungsgleich mit den ersten Monaten der Obama Regierung, allerdings noch unter dem Einfluss der LEHMAN-Krise. „Post-election“ und „Midterm“ sind die Jahre 2010 und 2011. Übertragen auf die aktuelle Ausgangslage: Startet im Herbst die „Pre-Election-Spekulation“ an der Wall Street mit Ziel deutlich über 13.750? Ist dies eine realistische Erwartung?

Möglich, denn Politik und Geldpolitik nehmen in den USA stehts Rücksicht auf den Wahltermin.

Trifft dies also erneut zu, rücken als erstes sämtliche Blue Chips in den Vordergrund für Investments. Dazu gehören alle Publikumsund Spezialfonds sowie die großen Vorsorge-Portfolios, die neben Bonds auch Aktien enthalten. Jeder internationale Investor muss in diesem Fall gleichfalls in diese Blue Chips, weil sie den Markt repräsentieren. Siehe dazu Seite 8. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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