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Veröffentlicht von Redaktion "Aktionärsbrief" am 07.07.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 07.07.2010:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Die Bilanz für die ersten 6 Monate fällt an den internationalen Börsen zweigeteilt aus

Während sich die Aktienindizes zwischen Januar und März gut entwickeln konnten, kam es in den anschließenden drei Monaten zu einer Stagnation. Die Eskalation um Griechenland hielt die Märkte gefangen und lässt sie auch heute noch nicht los.

Die Logik für deutlich steigende Aktienkurse haben wir ausführlich erklärt. Niedrige Bewertung einerseits und hohe Rentabilität der Unternehmen andererseits machen die Aktienanlage zur einzigen sinnvollen Assetklasse, in die man derzeit investieren kann. Soweit die Theorie, aber in der Praxis gestaltet sich das schwieriger, denn: Die institutionellen Anleger hängen weiter zwischen Baum und Borke. Sie mussten ihre Anleihepositionen reduzieren, was ihnen aber nur mit Mühe gelingt, und gleichzeitig ihre Aktienquote erhöhen, wozu sie sich nicht trauen. Ohne ein deutlich höheres Engagement institutioneller Anleger in den Aktienmärkten lässt sich keine neue Aktientendenz umsetzen. Die positiven fundamentalen Daten der Unternehmen reichen nicht aus, um eine Aktientendenz in Gang zu setzen. Darauf wird es in den nächsten 6 Monaten ankommen und es wird der entscheidende Faktor für die Jahresbilanz werden. Private Anleger, Hedge-Fonds oder Private Equity-Gesellschaften verfügen nicht mehr über die Kraft, Börsentendenzen anzuschieben. Das war in den vergangenen Jahren anders. Nach der Finanz- und Kreditkrise ist deren Handlungsspielraum aber deutlich eingeschränkt und die Rolle von Hedge-Fonds und Private Equity-Gesellschaften ist zumindest relativiert, wenn nicht gar entzaubert. Die Notwendigkeit, Renditen zu erzielen, bleibt gleichwohl bestehen. Über kurz oder lang bedeutet das ein stärkeres Engagement in Aktien von allen. Aber es bedarf Geduld, bis sich diese Erkenntnis auch in den Portfolios widerspiegelt. Die entsprechende Geduld muss man infolgedessen aufbringen. Erzwingen können wir eine Börsentendenz nicht. Fazit: Die bevorstehende Berichtssaison der Quartalszahlen wird neuen Nährstoff liefern. Wie schon in den vergangenen Quartalen wird der Ausblick auf die kommenden Quartale mindestens genauso wichtig sein wie die Zahlen des ersten Halbjahres bzw. des zweiten Quartals. Die derzeitige Sorge, dass mit einer Konjunkturabkühlung die Unternehmensgewinne wieder einbrechen, ist Routine, lässt sich aber an den derzeitigen Zahlen nicht ablesen. Jede Unternehmenszahl, die die anhaltende Rentabilität der Unternehmen untermauert, wird dazu beitragen, die Aktienkurse voranzubringen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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