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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 26.05.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 26.05.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Der Wochenverlauf zeigt Ihnen gut, wie eine Marktkonsolidierung verläuft

Es ist der Anfang des Fahrplanes, den wir in der letzten AB gezeigt hatten. Bitte daran denken: Ein Indexverlust von 6 % löst Verluste einzelner Aktien bis 12 oder 15 % aus. Die Bandbreite der ganzen Konsolidierung berechnet sich wiederum als eine Abweichung um einen Mittelwert herum. Den kann man auch als Konsolidierungsachse bezeichnen.

 

Gradmesser der Nervosität ist der VDAX. Er bewegt sich bis jetzt in einer überschaubaren Größe. Sicher ist jedoch: Die Tiefen-Werte sind vorerst passé.

Die Obergrenze im VDAX schätzen wir im Schnitt auf 25/28. Das entspricht dem bisher üblichen Verhalten des Marktes bei Konsolidierungen. Hierbei ist wichtig zu wissen: An schwächeren Tagen springt er hoch, an festeren Tagen gibt er deutlich nach. Deshalb ist der Mittelwert entscheidend. Darüber berichten wir möglicherweise in der AB-Daily, wenn es schnelle Veränderungen gibt.

Bis jetzt ist noch nichts wirklich angebrannt. Unabhängig von den Diskussionen um Griechenland wäre aber eine Zuspitzung der Lage dann zu berücksichtigen, wenn es in Spanien knistert, worüber wir am Montag in der AB-Daily berichteten, und die Bonität von Italien zurückgenommen wird. Dies kündigte S&P ebenfalls am Montag an. Ergo:

Im DAX sind wir per Redaktionsschluss noch in 24 Aktien engagiert. Im MDAX sind es 28 Aktien und im TecDAX 8 Aktien. Im SDAX schließlich nur wenige (6). Alle bleiben in der Basisanalyse so eingestuft wie bisher, aber Sie disponieren uneingeschränkt und eindeutig mit der Risikobremse der Stoppkurse.

Wie richtig unsere Zielkurse bisher waren, entnahmen Sie der DAX-Tabelle vor acht Tagen. Die Bilanz für unsere MDAX-Titel lesen Sie auf der nächsten Seite. Damit wurde das Potenzial weitgehend und richtig ausgeschöpft. Die Unfälle/Missgriffe waren die absolute Ausnahme. Aber: Erreicht ist erreicht, was dann?

Fahren Sie alle Ihre Positionen so weit wie möglich weiter aus. Fallen Sie über Stopp heraus, wechseln Sie in Liquidität, aber keineswegs in eine sofortige Alternative. Denken Sie an den simplen Spruch: „Hin und her macht Taschen leer.“ Wir lehnen auch jede Alternative in einem sogenannten Zertifikat ab. Sie binden damit lediglich Ihre Hände. Denn:

Konsolidierung bedeutet auch, dass die bisherigen Topstände um 7.600 genauso erreichbar sind, wie unter bestimmten Umständen auch ein neues Hoch. Entscheidend ist dann, ob es hält, und das nicht nur für ein paar Tage. Es gibt noch genügend Propheten im Markt, die diese Wetten verbreiten.

Viele Aktien haben bereits absolute historische Rekorde erreicht. Zum Beispiel BASF oder BMW. Bestätigt sind sie jedoch erst dann, wenn sie bestehen bleiben. Andernfalls sind es Bullen-Fallen. Das Risiko dieser Werte, die dann über das Ziel hinausgeschossen sind, liegt locker bei 20 %, wo Sie wieder ein neues Investment werden. Ist das realistisch? Zurzeit bestimmt nicht die Einschätzung der Gewinne den Kurs, sondern die Gewinnmitnahmen der Investoren. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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